Ermittler finden bei Franco A. Bombenbau-Anleitung

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Bei den Ermittlungen zum Fall Franco A. sind die Ermittler auf eine Anleitung zum Bombenbau gestoßen. Das berichtet der „Spiegel“ in seiner aktuellen Ausgabe.

Die Ermittler fanden den Angaben zufolge auf Datenträgern das in islamistischen Terrorkreisen verbreitete „Mujahideen Explosives Handbook“ aus den 90er Jahren. Außerdem soll sich Franco A. ein in Deutschland verbotenes Werk aus der Schweiz mit dem Titel „Der totale Widerstand“ beschafft haben. Diese Schrift, die in Neonazi-Kreisen kursiert, beschreibt Methoden des Widerstandes gegen eine Besatzungsarmee.

Die Ermittler stießen außerdem auf ausführliche Selbstreflexionen des inhaftierten Offiziers. Daraus gehe hervor, dass Gewalt für den Bundeswehr-Angehörigen nicht nur eine „letzte Option“ gewesen sei, sondern ein „probates Mittel“.

Die Bundeswehr will herausfinden, ob einer der mutmaßlichen Komplizen des rechtsextremen Oberleutnants Franco A. womöglich bei einem Schießtraining eine Pistole der Bundeswehr gestohlen hat. Nach Informationen des „Spiegel“ ergaben interne Ermittlungen, dass der am vergangenen Dienstag festgenommene Soldat Maximilian T. im Sommer 2014 an dem Training der Bundeswehr mit US-Soldaten teilgenommen hatte. Nach dem Training wurde damals den Angaben zufolge eine halbautomatische P8-Pistole als verschwunden gemeldet. Die Ermittlungen der Bundeswehr hätten bislang keine Hinweise auf den möglichen Dieb ergeben, hieß es. Im Zuge der Ermittlungen zu der Gruppe von Franco A. sei nun aufgefallen, dass Maximilian T. damals bei der Übung dabei gewesen sei.

Der Militärische Abschirmdienst (MAD) war auf Franco A. erst aufmerksam geworden, nachdem er in Österreich wegen unerlaubten Waffenbesitzes vorübergehend festgenommen worden war. In Deutschland fiel dann bei einem Abgleich der Fingerabdrücke auf, dass Franco A. ein Doppellleben als falscher „syrischer Flüchtling“ führte. Er steht im Verdacht, gemeinsam mit einem weiteren Soldaten und einem Studenten aus Offenbach Anschläge auf Politiker und andere Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens geplant zu haben.

Die Vorgesetzten von Franco A. hatten den MAD 2014 nicht über eine von ihm verfasste Abschlussarbeit hingewiesen, obwohl diese nach Einschätzung eines Gutachters rechtsextreme Ideen enthielt.

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