Erfurter Gymnasium erinnert an Amoklauf vor 15 Jahren

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Ein Absperrband der Polizei trennt am 27. April 2002 vor dem Gutenberg-Gymnasium in Erfurt Medienvertreter von Trauernden. Foto: Stephanie Pilick/Archiv

15 Jahre nach dem Amoklauf am Gutenberg-Gymnasium in Erfurt haben Schüler, Lehrer und Angehörige der Opfer gedacht. Mehrere Hundert Menschen erinnerten heute an die zwölf Lehrer, zwei Schüler, die Sekretärin und den Polizisten, die bei der Tat getötet wurden - ihre Namen wurden verlesen.

Eine eigens dafür gegossene Schulglocke wurde 16 Mal geläutet. Am 26. April 2002 hatte ein 19-jähriger Ex-Schüler des Gymnasiums die Menschen binnen einer knappen Viertelstunde erschossen, bevor er sich auch selbst tötete.

Die Schuldirektorin Christiane Alt sagte: „16 Menschen wurden innerhalb weniger Minuten Opfer unentschuldbarer Gewalt.“ Unter den Trauernden waren Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow und der Erfurter Oberbürgermeister Andreas Bausewein, die vor der Schule Blumen niederlegten.

Bevor das Gedenken begann, läuteten die Glocken der Erfurter Kirchen. Die erste um 10.55 Uhr - zu dieser Zeit hatte der Amoklauf begonnen. Die Andreaskirche, in der sich vor 15 Jahren Trost suchende Menschen eingefunden hatten, sollte den ganzen Tag für Trauernde offen stehen.

Das Schulmassaker von Erfurt war das erste dieser Dimension in Deutschland. Der Täter war wenige Monate zuvor der Schule verwiesen worden.

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