Entschuldigung wegen Contergan

|

Der Pharmakonzern Grünenthal hat sich erstmals offiziell bei den 10 000 Opfern des Contergan-Skandals entschuldigt. Es sei bedauerlich, dass Grünenthal nicht früher auf die Opfer zugegangen sei, sagte Geschäftsführer Harald Stock bei der Einweihung eines Denkmals für die Opfer. "Wir sehen das als zynische PR-Maßnahme", sagte dagegen die Sprecherin des Bundesverbandes Contergangeschädigter, Margit Hudelmaier (Allmendingen). Der Verband blieb der Einweihung fern. Durch das Schlafmittel Contergan wurden vor 50 Jahren in Deutschland 5000 Kinder im Mutterleib geschädigt.

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung
Kommentieren

Kommentare

05.09.2012 08:15 Uhr

aus der Erklärung des Contergannetzwerk Deutschland zur "Entschuldigung Grünenthals"

Anstatt das begangene Unrecht zu entschuldigen, entschuldigt man sich für etwas anderes, nämlich das späte Zugehen auf die Opfer, und erreicht alleine durch den Ausspruch des Wortes Entschuldigung in der Öffentlichkeit den Eindruck, dann es nun endlich soweit sei und Grünenthal Einsicht, Reue zeige und den damit verbundenen Schadensausgleich versuche. Es wäre zwingend erforderlich gewesen, die alten Behauptung totaler Unschuld zumindest nicht zu wiederholen. Indem das aber erfolgte, wird für uns erkennbar, dass eben keine tiefgreifende Bewusstseinsänderung bei den Verantwortlichen der Firma Grünenthal eingetreten ist.

Antworten Kommentar melden

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Amok-Anlage in List-Schule vor dem Austausch

Die Stadt Ulm reagiert auf ständige Fehlalarme in der List-Schule: Falls die elektronische Steuerung nicht sauber repariert werden kann, kommt ein neues System. weiter lesen