Entscheidung über Haftentlassung von Mesale Tolu verschoben

Seit dem 30. April sitzt die deutsch-türkische Journalistin in Istanbul fest: Erst wurde sie festgenommen, dann inhaftiert. Nun wurde ein Haftprüfungstermin vertagt.

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Schild mit der Forderung nach Freiheit für Mesale Tolu: Haft  Foto: 

Die Entscheidung der türkischen Justiz über die Haftentlassung der deutschen Übersetzerin und Journalistin Mesale Tolu ist verschoben worden. Das zuständige Gericht in Istanbul habe den Fall aus Zeitmangel am Dienstag nicht prüfen können, sagte Tolus Anwältin. Sie hoffe auf eine Entscheidung am Mittwoch.

Der Haftprüfungstermin findet routinemäßig jeden Monat statt. Die Anwältin sagte, sie schätze die Chance auf Haftentlassung als „gering“ ein.

Tolu arbeitete für die regierungskritische Nachrichtenagentur ETHA. Sie war am 30. April festgenommen worden, als Polizisten einer Anti-Terror-Einheit ihre Wohnung stürmten. Wegen Terrorpropaganda und Mitgliedschaft in einer Terrororganisation drohen ihr bis zu 15 Jahre Haft. Der Prozess gegen sie soll am 11. Oktober beginnen.

Tolu sitzt im Frauengefängnis im Istanbuler Stadtteil Bakirköy ein. Der zweieinhalbjährige Sohn ist bei seiner Mutter im Gefängnis, da der Vater ebenfalls in türkischer Haft ist.

In Ulm tritt ein Solidaritätskreis für Mesale Tolus Freilassung ein. Die Journalistin und Übersetzerin ist in der Stadt geboren und aufgewachsen und hat bis zu einem Istanbulaufenthalt in der Stadt gewohnt.

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Der Fall Mesale Tolu

Seit Ende April 2017 sitzt die deutsche und in Ulm geborene Journalistin Mesale Tolu in einem türkischen Gefängnis. Der Vorwurf: „Terrorpropaganda“ und „Mitgliedschaft in einer Terrororganisation“.

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