Einigung bei Haftpflicht für Hebammen

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Hebammen bekommen einen Ausgleich für stark steigende Prämien ihrer Berufshaftpflichtversicherung. Darauf einigten sich rückwirkend zum 1. Juli Krankenkassen und Vertreterinnen der Hebammen, teilte der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung GKV mit. Die Kassen geben damit 1,7 Millionen Euro mehr im Jahr für in der Geburtshilfe tätige freiberufliche Hebammen aus. Eine Hebamme bekomme für jede von ihr betreute Geburt im Geburtshaus 25,60 Euro und bei einer Hausgeburt 78 Euro zusätzlich. Hebammen beklagten seit längerem, dass sie durch die Anhebung des Berufshaftpflichttarifs in existenzielle Nöte gerieten. Die Versicherten der gesetzlichen Krankenkassen haben bei einer Schwangerschaft Anspruch auf die Hilfe einer Hebamme.

Keine Einigung gab es bei der Erhöhung der Honorare. Ein Angebot des GKV-Spitzenverbandes von mehr als zehn Prozent hätten die Hebammenvertreterinnen abgelehnt. Sie wollen nach Darstellung der Kassen jetzt die Schiedsstelle anrufen. "Ein Stundenlohn von 10 Euro ist nicht vermessen wie es die Krankenkassen darstellen", sagte Ulrike Geppert-Orthofer, Vorsitzende des Hebammenverbands Baden-Württemberg. Die Politik habe solch schlechte Rahmenbedingungen geschaffen und setze sich nun nicht für ihren Berufsstand ein. Das sei enttäuschend.

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