Einen Grexit, bitte!

Ob der "Grexit" für Uwe Dahlhoff ein Schnäppchen war oder nicht, wird sich noch herausstellen. 290 Euro war der Eintrag des Produktnamens "Grexit" beim Deutschen Patent- und Markenamt dem westfälischen Unternehmer jedenfalls wert.

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Ob der "Grexit" für Uwe Dahlhoff ein Schnäppchen war oder nicht, wird sich noch herausstellen. 290 Euro war der Eintrag des Produktnamens "Grexit" beim Deutschen Patent- und Markenamt dem westfälischen Unternehmer jedenfalls wert.

Und Dahlhoff hatte eine richtige Schnapsidee: Der "Grexit" soll ein Lemon-Wodka Likör werden. Den will der Unternehmer dann im Fall eines Austritts Griechenlands aus der Euro-Zone auf Grexit-Partys verkaufen. Bei ausreichend hohem Verzehr des Getränks mit einem Alkoholgehalt von 16 Prozent kann jeder für seinen persönlichen Grexit sorgen, Schädelbrummen inklusive.

Dahlhoff hat sich den Namen vorsorglich für drei Produktklassen sichern lassen. Neben Spirituosen könnten auch elektrische Apparate oder alkoholfreie Getränke mit dem Namen "Grexit" auf den Markt kommen.

Vielleicht gibt es also bald einen Computer, der automatisch die Internetverbindung abschneidet, wenn der Nutzer Online-Käufe über seinem Budget tätigen möchte.

Oder aber Dahlhoff bringt bald einen kalten Kaffee namens "Grexit" heraus für alle diejenigen, die nichts mehr von der Griechenland-Krise hören wollen.

Dahlhoff hat Erfahrung mit außergewöhnlichen Produktnamen. Einst handelte er sich mit Altkanzler Helmut Kohl Ärger ein wegen eines Schnapses namens "Helmuts Birne". Man kann sich lebhaft vorstellen, wie rot des Altkanzlers selbige wurde, als er den hochprozentigen Namensvetter erblickte.

Ob der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras oder sein Finanzminister Giannis Varoufakis gegen den Likör vorgehen, ist bisher nicht bekannt. Vielleicht lehnen sie auch eines schönes Abends nach langen und schwierigen Verhandlungen mit der EU an einer Bar in Brüssel und verlangen: "Einen Grexit, bitte." Mit 16 Prozent ist der Lemon-Wodka-Likör in ihren Augen vielleicht nicht die schlechteste Anlage.

Ursprünglich, so berichtet die "Wirtschaftswoche", wollte der Unternehmer einen "Grexit"-Ouzo auf den Markt bringen. Doch der Anisschnaps steht unter dem Schutz der EU und darf nur in Griechenland produziert werden. Zumindest noch.

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