Deutsche Rentner sind im Nachteil

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Geringverdiener sind in Deutschland stärker von Altersarmut bedroht als in den meisten anderen Industriestaaten. Nach einem Rentenbericht der OECD können sie im Alter nur mit etwa die Hälfte ihres Nettoeinkommens rechnen, während es im Schnitt der 34 OECD-Staaten über 80 Prozent sind. Grund ist, dass im deutschen System die Beiträge während des Arbeitslebens entscheidend sind. Daher wirken sich Arbeitslosigkeit und Teilzeitarbeit negativ aus.

In anderen Ländern wird stärker umverteilt. Deswegen befürwortete die OECD-Rentenexpertin Monika Queisser in Berlin die Pläne von Union und SPD, geringe Renten aufzuwerten. Dagegen lehnte sie die von der Union geforderte Mütterrente ebenso ab wie Rente schon mit 63 für Arbeitnehmer mit besonders vielen Versicherungsjahren, was die SPD in den Koalitionsverhandlungen durchsetzen will: Angesichts des Fachkräftemangels hält sie dies für das falsche Signal.

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27.11.2013 18:29 Uhr

Sparen und Vorsorge für die Altersversorgung im Rechtsstaat

Unser deutsches Rentenversicherung ist zunächst einmal leistungsbezogen. Wer mehr und höhere Beiträge zahlt, erhält eine höhere Rente. Das ist ein Rechtsanspruch. Die von der sogenannten Rentenexpertin vorgesehene Umverteilung wäre somit grundrechtswidrig.

Wer als Politiker/in Verpflichtungen eingehen möchte und sozialen Ausgleich über die Renten organisieren will hat für die Finanzierung zu sorgen. Der Griff in die Rentenkassen geht gar nicht! Die Rentenansprüche weiter zu schmälern ist nicht nur rechtswidrig, eine solche Altersversorgung ist zum Scheitern verurteilt. Wer spart und für sich vorsorgt ist jetzt schon der Dumme. Warum sollten noch Beiträge bezahlt werden? Vorsorgen lohnt sich nicht mehr, am Ende bekommen alle das Gleiche von Nichts.

Die Rentenansprüche von Müttern unterschiedlich zu berechnen ist ebenfalls grundrechtswidrig. Es ist höchste Zeit für eine Korrektur. Selbstverständlich sind die Ansprüche der Mütter von der Allgemeinheit zu erfüllen, also aus dem Staatshaushalt zu finanzieren.

Dass der OECD-Rentenbericht so aufällt verwundert nicht. Die Deutschen finanzieren ihren Staat mit immer höheren Steuern und Abgaben. Das ist schon in vielen Eurostaaten nicht so. Steuern werden unzureichend erhoben. Viele bezahlen nichts. Milliarden werden aus unversteuerten und zweifelhaften Quellen hierzulande noch risikolos investiert. Deutschland ist längst ein Paradies für Geldwäsche. Weil das Geld dort fehlt, werden die Deutschen nochmal zur Kasse gebeten. Dazu kommen die vielfachen staatlich garantierten Pensionsansprüche von denen in der Regel nicht die Rede ist.

So kann keine staatliche noch eine Eigen- Vorsorge funktionieren. Tarnen, Verschwenden, Schulden machen und dann Schnitt ist das Muster, das hier zunehmend von politischer und staatlicher aufgezeigt wird. So geht das nicht weiter!

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