Trump hinkt ins Debattenfinale

Nach den bisher schlechtesten Wochen seines Wahlkampfes ist der US-Republikaner Donald Trump schwer angeschlagen in das dritte und letzte Fernsehduell mit seiner Rivalin Hillary Clinton gegangen.

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Nach den bisher schlechtesten Wochen seines Wahlkampfes ist der US-Republikaner Donald Trump schwer angeschlagen in das dritte und letzte Fernsehduell mit seiner Rivalin Hillary Clinton gegangen.

Die Demokratin dagegen kam mit einer ganzen Reihe ermutigender Umfrageergebnisse im Rücken zum Showdown nach Las Vegas. Die TV-Debatte war für Mittwochabend Ortszeit (Donnerstag 0300 MESZ) geplant.

Das erste TV-Duell Ende September hatte Clinton klar gewonnen, beim zweiten am Sonntag vergangener Woche konnte sie sich weniger deutlich von Trump absetzen.

Der Multimilliardär steht jedoch weiterhin unter enormem Druck, nachdem gleich mehrere Frauen ihn öffentlich der Belästigung beschuldigt haben. Zuvor hatte ein altes Video, auf dem er sich mit sexuellen Übergriffen gebrüstet hatte, hohe Wellen geschlagen.

Seitdem hat Clinton stetig in Umfragen zugelegt. Nach einer neuen SurveyMonkey/„Washington Post“-Erhebung führt sie derzeit in genügend Bundesstaaten, um bequem auf die 270 Wahlmänner-Stimmen zu kommen, die für einen Sieg nötig sind.

Sorgenfrei ist die Ex-Außenministerin allerdings weniger als drei Wochen vor der Wahl auch nicht. Die Enthüllungsplattform Wikileaks veröffentlicht seit Tagen immer wieder gehackte E-Mails, die unter anderem auf eine engere Beziehung zur Wall Street hindeuten als Clinton es zugibt.

Geplagt wird Clinton auch weiterhin von der Kontroverse um die Nutzung ihres privaten Servers für dienstliche Korrespondenzen während ihrer Zeit als Außenministerin.

Trump seinerseits hat zuletzt seinen Wahlkampf mit Vorwürfen der Wahlmanipulation eskaliert. Es wurde erwartet, dass dies beim Debattenfinale ebenso zum Thema wird wie die Belästigungsvorwürfe der Frauen. Nach Einschätzung vieler Analysten müsste Trump in Las Vegas einen absolut blendenden Auftritt hinlegen, um den derzeitigen Trend zugunsten von Clinton noch stoppen zu können.

Um sie zu schlagen, ist es darüber hinaus aber nötig, dass er Stimmen hinzugewinnt - nach derzeitigem Stand eine riesige Herausforderung.

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