China soll Dutzende CIA-Spione getötet haben

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Rote Fahnen vor der großen Halle des Volkes in Peking. Mehrere Informanten der CIA sollen in China getötet worden sein. Foto: Michael Reynolds

China hat nach Angaben der „New York Times“ seit 2010 bis zu 20 CIA-Informanten getötet oder gefangen genommen.

Damit seien die Spionage-Operationen des US-Geheimdienstes auf Jahre hinaus schwer beeinträchtigt worden, berichtete die Zeitung unter Berufung auf - namentlich nicht genannte - derzeitige und ehemalige amerikanische Regierungsbeamte.

Drei von ihnen gaben demnach an, dass einer der Informanten im Hof eines Regierungsgebäudes in China vor den Augen seiner Kolegen erschossen worden sei - als „Botschaft“ an andere mögliche CIA-Spione. Insgesamt sollen im Zeitraum bis 2012 insgesamt mindestens ein Dutzend Informanten umgebracht worden sein.

Dem Bericht zufolge war es den USA vor 2010 gelungen, Informanten „tief in der Pekinger Bürokratie“ zu rekrutieren und sich damit qualitativ hochwertige Einsichten in innere Regierungsabläufe zu verschaffen. Im Laufe des Jahres sei der Informationsfluss nach und nach eingetrocknet und die CIA Anfang 2011 zur Erkenntnis gelangt, dass Quellen in China am Verschwinden seien.

Wie die Chinesen die Identitäten der Informanten herausgefunden hätten, sei bis heute unklar, so die „New York Times“ weiter. Unter amerikanischen Ermittlern habe es starke Meinungsverschiedenheiten gegeben: Die einen hätten einen Maulwurf in den eigenen Reihen vermutet, andere geglaubt, dass es den Chinesen gelungen sei, ein CIA-Kommunikationssystem zu hacken. Bis 2013 seien die Erfolge Chinas bei der Identifizierung von Informanten dann zusehends geschwunden, und die CIA habe mit kostspieligen und zeitaufwendigen Bemühungen begonnen, ihr Spionagenetz wieder aufzubauen.

New York Times

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