Caritas-Präsident lehnt einheitlichen Mindestlohn ab

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Die Caritas warnt vor einem einheitlichen Mindestlohn. Eine solche gesetzliche Lohnuntergrenze gefährde Arbeitsplätze, sagte der Präsident des katholischen Wohlfahrtsverbandes, Peter Neher, der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Er halte es im Kampf gegen die Arbeitslosigkeit für entscheidend, dass es "nach Branchen und am besten auch regional differenzierte Lohnuntergrenzen" gebe.

Jeder Mindestlohn müsse vor dem Hintergrund der Lage der Langzeitarbeitslosen bewertet werden, unterstrich Neher. "Geschieht dies nicht, kann er zu mehr und nicht zu weniger Armut führen." Heute beraten erstmals die Koalitions-Unterhändler von CDU, CSU und SPD über die Themen Arbeit und Soziales. Die SPD fordert einen gesetzlichen Mindestlohn von 8,50 Euro.

Neher widersprach SPD-Chef Sigmar Gabriel, der die Forderung auch mit einheitlichen Preisen begründet hatte: "8,50 Euro bedeuten in Mecklenburg-Vorpommern etwas ganz anderes als in München." Der Caritas-Präsident plädierte dafür, die Höhe nach britischem Vorbild von Kommissionen festlegen zu lassen, in denen auch Wissenschaftler vertreten sein sollen. "Gewerkschaften kämpfen vorrangig für Menschen, die Arbeit haben und die ihre Mitglieder sind", sagte Neher. Beim Thema Mindestlohn müssten "mehr Akteure beteiligt werden".

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