Bundespolizei: Schweiz keine Alternative für Balkanroute

|
Bundespolizisten kontrollieren Fahrzeuge an der Schweizer Grenze bei Weil am Rhein. Foto: Patrick Seeger/Archiv

Die Zahl illegal einreisender Flüchtlinge über die Schweizer Grenze steigt - aus Sicht der Bundespolizei ist die Strecke aber keine Alternative für die praktisch geschlossene Balkanroute.

An der Grenze zur Schweiz seien bislang überwiegend Migranten aus afrikanischen Staaten aufgegriffen worden, teilte das Präsidium in Potsdam mit.

Die meisten von ihnen kämen aus Guinea, Eritrea, der Elfenbeinküste, Somalia und Gambia. Die Balkanroute wurde und werde dagegen überwiegend von Migranten aus dem Nahen und Mittleren Osten sowie aus Vorderasien genutzt, hieß es bei der Behörde weiter. Dass diese Flüchtlinge nun alternativ die Routen über das zentrale Mittelmeer nutzten, könne nicht bestätigt werden.

Von Januar bis März reisten nach Angaben der Bundespolizei bislang 1880 Menschen im deutsch-schweizerischen Grenzabschnitt unerlaubt ein. 2016 griff die Bundespolizei demnach insgesamt 7140 Flüchtlinge auf - nach 3850 im Jahr davor.

Angesichts der steigenden Zahlen hatten sich zuletzt Forderungen gemehrt, Grenzkontrollen an der deutsch-schweizerischen Grenze einzuführen. Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) regte zudem eine Personal-Verdoppelung bei Grenzkontrollen an.

Aus Sicht des baden-württembergischen Innenministeriums sind Personenkontrollen dagegen noch nicht notwendig. „Wir haben die Grenze zur Schweiz gut unter Kontrolle“, sagte ein Sprecher kürzlich.

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Ulmer Basketballern gelingt der siebte Streich

Das Ratiopharm-Team setzt sich zuhause mit 72:69 gegen Würzburg und setzt seine Erfolgsserie fort. Das Duell zweier ehemaligen Ulmer Teamkollegen gerät zur eindeutigen Sache. weiter lesen