Brüssel fordert jährlichen Tüv für ältere Autos

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Die EU-Kommission will ältere Wagen jährlich zum Tüv schicken. In Deutschland gilt bisher ein Intervall von zwei Jahren. Der Entwurf des Gesetzes sieht für die meisten Neuwagen die erste Hauptuntersuchung nach vier Jahren vor, dann nach zwei Jahren und danach jährlich. Ab Kilometerstand 160 000 soll die Prüfung ebenfalls jedes Jahr fällig werden, genauso für Taxis oder Notarztwagen. In vielen EU-Ländern gibt es eine jährliche Prüfung. Sie setzt aber zum Teil später ein.

Der ADAC hingegen wehrt sich gegen die Pläne: "Jetzt will die EU-Kommission noch eins draufsetzen und die deutschen Autofahrer noch mehr zur Kasse bitten", teilt der Verband mit. Kürzere Prüfintervalle führten nicht zu mehr Verkehrssicherheit. Technische Mängel seien nur für 0,5 Prozent der schweren Unfälle verantwortlich.

Die EU-Kommission schätzt, dass mehr als 2000 Tote jährlich auf Europas Straßen technischen Mängeln zum Opfer fallen. Dies entspräche einem Anteil von mehr als fünf Prozent. Laut Statistischem Bundesamt waren technische Defekte 2011 nur bei 0,7 Prozent der Unfälle mit Personenschaden die Ursache.

Das Verkehrsministerium will den Vorschlag prüfen. Minister Peter Ramsauer (CSU) hält gar nichts von kürzeren Prüfintervallen.

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