Bombenanschlag in Ansbach: Mann tötet sich mit Sprengsatz

Schon wieder Bayern: In Ansbach bei Nürnberg ist am Sonntagabend vor dem Eingang zu einem Musikfestival ein Sprengsatz explodiert - der mutmaßliche Täter stirbt, es gibt mehrere Verletzte.

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Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer und sein Innenminister Joachim Herrmann vor der Klausurtagung des bayerischen Staatsregierung. Foto: Peter Kneffel

Die Explosion in Ansbach ist nach den Worten von Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) vorsätzlich herbeigeführt worden.

Der mutmaßliche Täter, ein 27 Jahre alter Flüchtling aus Syrien, habe die Absicht gehabt, ein Musikfestival mit 2500 Besuchern zu "unterbinden", sei aber nicht auf das Gelände gekommen, sagte Herrmann in der Nacht bei einer Pressekonferenz in Ansbach.

Der Mann sei vor zwei Jahren nach Deutschland gekommen und habe einen Asylantrag gestellt. Der Antrag wurde vor einem Jahr abgelehnt, der Flüchtling sei seitdem geduldet gewesen. Er wohnte in einer Unterkunft in Ansbach, wie der Minister sagte. Der Syrer habe schon zwei Mal versucht, sich das Leben zu nehmen. Er sei deshalb auch schon in einer psychiatrischen Klinik untergebracht gewesen.

Unklar ist laut Herrmann, ob der Mann in suizidaler Absicht handelte oder andere Menschen mit in den Tod reißen wollte. Das müsse in den nächsten Tagen geklärt werden. Unter den zwölf Opfern sind laut Herrmann auch drei schwer verletzt. Damit widersprach der Innenminister ersten Angaben der Polizei.

Lesen Sie auch: Bombenanschlag in Ansbach - Minister: Wohl islamistischer Hintergrund

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Kommentare

25.07.2016 09:47 Uhr

Rucksack-Explosion - Bildungsnahe Haushalte.

(..) Der mutmaßliche Täter, ein 27 Jahre alter Flüchtling aus Syrien, habe die Absicht gehabt, ein Musikfestival mit 2500 Besuchern zu "unterbinden", sei aber nicht auf das Gelände gekommen, sagte Herrmann in der Nacht bei einer Pressekonferenz in Ansbach. (..)

(..) Unklar ist laut Herrmann, ob der Mann in suizidaler Absicht handelte oder andere Menschen mit in den Tod reißen wollte. Das müsse in den nächsten Tagen geklärt werden. (..)

In vielen bildungsnahen Haushalten bestehen große Zweifel, das der Täter mit einem Rucksack (Inhalt Sprengmittel und Metallteile, damit möglichst viel Zerstörung in der Nähe der Explosion stattfindet) lediglich die Sound-Anlage und/oder sich selbst in die Luft sprengen wollte.

Viele Menschen aus bildungsnahen Haushalte fragen sich auch, wie ein geduldeter, nachweislich suizidgefährdeter Syrer augenscheinlich unbeaufsichtigt Bomben basteln konnte.

Und ganz allgemein:
Eine zunehmende Anzahl von Menschen aus bildungsnahen Haushalten frägt sich, weshalb sich (abgelehnte) Asylbewerber hier in Deutschland wie Urlauber durch die Gegend reisen dürfen.

.

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25.07.2016 08:48 Uhr

Würzburg, Reutlingen, Ansbach....

Man muss sich echt fragen, wohin das noch führen soll. Jetzt müsste eigentlich auch jedem Gutmenschen und "Bahnhofsjubler" ein Licht aufgehen und sich nicht selbst belügen von der Mär der "Einzelfälle".
Jeder dieser Fälle ist einer zu viel. Traurig genug, dass unsere Politik-Marionetten auch heute noch nicht wissen, wer, wie viele, sich wo aufhalten. Und selbst bei den registrierten und "gut integrierten" kann man sich nicht sicher sein, dass die Identität auch zur Person passt. Von den 100.000 Untergetauchten ganz zu schweigen. Ein Armutszeugnis für ein Land!

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25.07.2016 06:51 Uhr

Millionen junger männlicher Araber und Nordafrikaner in Deutschland sind ein Risiko!

Auch und gerade wenn sie selbst durch Bürgerkrieg und Terror traumatisiert sind.
Haben wir es wirklich nötig, dieses zusätzliche Risiko auf uns zu nehmen?

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25.07.2016 05:56 Uhr

"Unser Land wird sich ändern ...

... und zwar drastisch. Und ich freue mich drauf!"

Katrin Göring-Eckardt

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Bombenanschlag in Ansbach

In Ansbach bei Nürnberg ist am Sonntagabend, den 24. Juni, vor dem Eingang zu einem Musikfestival mindestens ein Sprengsatz explodiert - ein Mann stirbt, es gibt mehrere Verletzte. Die Behörden gehen von einem Anschlag aus.

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