Bischofskonferenz berät über "Pille danach"

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Im Zeichen großen öffentlichen Drucks sind die Bischöfe Deutschlands gestern zu ihrer Frühjahrsvollversammlung in Trier zusammengekommen. Der Freiburger Erzbischof Robert Zollitsch würdigte zum Auftakt noch einmal die Leistungen des scheidenden Papstes Benedikt XVI. Doch es sind vor allem die Krisen der katholischen Kirche in Deutschland selbst wie das Scheitern der Missbrauchsstudie mit dem Kriminologen Christian Pfeiffer und die Abweisung eines mutmaßlichen Vergewaltigungsopfers in zwei Kölner Kliniken, die die Bischofskonferenz bis Donnerstag beschäftigt.

Der Vorsitzende Zollitsch nannte es "erschreckend", dass jemand in katholischen Kliniken abgewiesen wurde. "Das kann und darf nicht sein." Ausdrücklich begrüßte Zollitsch die Klarstellung des Kölner Erzbischofs Joachim Meisner, fügte aber an, es sei schade, "wenn das, was in Köln passiert ist, auf alle Bistümer übertragen wird". Er betonte, die Bischofskonferenz werde sich dem Thema stellen. Sie werde sich intensiv mit der "Pille danach" beschäftigen und an einem Entschluss arbeiten, der dann als Empfehlung an die 27 Diözesen geht.

Noch nicht entschieden wird in Trier, wie die wissenschaftliche Begleitung bei der Aufarbeitung der Missbrauchsfälle weitergehen soll. Namen werde es noch keine geben, sagte Zollitsch.

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