BERLINER SZENE vom 31. März

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Die Zukunft der FDP

Da sage noch einer, die FDP habe angesichts der Umfragen jeden Optimismus verloren. Aus dem Thomas-Dehler-Haus kam diese Woche der Hinweis, der 64. Ordentliche Bundesparteitag finde vom 3. bis 5. Mai 2013 statt. Nicht dass ein Journalist da schon Urlaub bucht. Dabei ist der 63. Parteitag noch nicht einmal vorbei: In drei Wochen, am 21. und 22. April, treffen sich die Liberalen in Karlsruhe. Vielleicht war es auch als zarter Hinweis an die anderen Parteien gedacht, dass die sich für ihre Treffen im Wahljahr nicht ausgerechnet dieses Wochenende aussuchen.

Der Vater der SPD

Langsam wird es spannend für Sigmar Gabriel: Im April wird der SPD-Chef zum zweiten Mal Vater. Politikerinnen - darunter die Ex-Bundespräsidenten-Kandidatin Gesine Schwan - wollten daher von Gabriel wissen, ob er sich "als frisch gebackener Vater die Leitung des Bundestagswahlkampfes" 2013 zutraue. Er solle als SPD-Vorsitzender "das Leitbild einer partnerschaftlichen Familie öffentlich wirksam" vorleben, heißt es in dem Brief, über den die "Tageszeitung" berichtete. Vatermonate für Gabriel? Bundestagsabgeordneten stehen die nicht zu. Der Ober-Genosse reagierte ausgesprochen unwirsch: Die persönliche Lebensplanung zwischen ihm und seiner Frau gehe die Öffentlichkeit nichts an.

Der Bäcker der Grünen

Die Grünen wollen mehr Leben im Berliner Regierungsviertel. Dort existierten "kaum öffentlich zugängliche Nutzungen", klagten sie im besten Bürokratendeutsch in einem Antrag, mit dem sie für eine "öffentliche Nutzung der Erdgeschosse in Bundesbauten" sorgen wollen. Im Neubau des Bildungsministeriums unweit des Kanzleramts beispielsweise sei weder ein Buchladen noch eine Bäckerei geplant. Im Auswärtigen Amt und im Familienministerium gebe es - trotz aller Sicherheitsbedenken - öffentlich zugängliche Cafés. Angesichts diverser Leerstände ist allerdings fraglich, ob überhaupt Bedarf da ist. Zumindest hat der Friseur in einem Bundestags-Gebäude gerade zugemacht, der Laden steht leer.

Demokratie lernen

Der Bundestag will die Demokratiebewegung in der arabischen Welt tatkräftig unterstützen: Er bietet ein Stipendienprogramm für "hochqualifizierte Nachwuchskräfte, die die demokratische Zukunft ihrer Heimat verantwortlich mitgestalten wollen". Vier Wochen lang sollen sie im Herbst das politische System Deutschlands kennenlernen. Kleine Hürde für die Bewerber: Sie müssen Deutsch sprechen.

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