Berlin verschärft Reisehinweis für Türkei

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Nach den jüngsten Festnahmen von Deutschen in der Türkei hat das Auswärtige Amt seine Reisehinweise für das Land weiter verschärft. Es würden nun die Gefahren beschrieben, die sogar an touristischen Orten wie Antalya drohten, sagte Außenminister Sigmar Gabriel in Berlin.

Es gebe weiterhin keine formelle Reisewarnung, betonte Gabriel. Die geltenden Reisehinweise seien aber noch einmal präzisiert worden.

Die jüngsten Festnahmen von deutschen Staatsbürgern in der Türkei zeigten, wie schnell man dort „in die Mühlen der Polizei und Justiz geraten kann“. Die Entscheidung über eine Türkei-Reise könne aber keinem Touristen abgenommen werden. Im Bundestag warnte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) vor einem offenen Konflikt zwischen den EU-Staaten in der Frage, ob die Beitrittsverhandlungen mit der Türkei beendet werden sollten. „Nichts wäre erstaunlicher, als wenn wir uns in Europa über die Frage des zukünftigen Umgangs mit der Türkei vor den Augen des Präsidenten Erdogan öffentlich zerstreiten“, sagte sie.

Die Kanzlerin hatte sich im TV-Duell Schulz am Sonntagabend klar gegen einen EU-Beitritt der Türkei ausgesprochen und angekündigt, sie werde mit ihren EU-Kollegen über einen möglichen Abbruch der Beitrittsgespräche sprechen. Bei der Türkischen Gemeinde in Deutschland stieß diese Haltung auf Kritik.

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