BAMF verfehlt mehrere Zielvorgaben für 2017

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„Asyl“-Schild an der Landeserstaufnahme für Asylbewerber in Karlsruhe. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge hinkt einigen fürs laufende Jahr gesteckten Zielen hinterher. Foto: Uli Deck  Foto: 

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) hat Berichten zufolge mehrere fürs laufende Jahr gesteckte Ziele verfehlt. Dies geht aus einem Vergleich bisher vorgelegter Zahlen sowie einer Vereinbarung der Behörde mit dem Bundesinnenministerium hervor.

Die „Nürnberger Nachrichten“ und „Die Welt“ berichteten beide über diesen Aspekt. Nach einem Zielvorgabe-Dokument vom 23. Januar sollte demnach etwa die Zahl der bis Ende 2016 aufgenommenen Asylanträge - sogenannte Alt-Verfahren - bis Ende Mai auf 79 000 schrumpfen. Wie das BAMF auf Anfrage der Zeitungen erklärte, waren Ende Juni allerdings noch 97 514 jener Verfahren nicht entschieden. Ende Juli waren es noch immer 81 432. Das BAMF war zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

Auch bei der verabredeten Bearbeitungsdauer der Anträge hinkt das BAMF den Berichten zufolge bisher hinterher. Geplant sei, 2017 einen Durchschnitt von weniger als sechs Monaten zu erreichen. Ende Juli habe dieser Wert mit elf Monaten allerdings noch fast doppelt so hoch. Gut laufe es dagegen bei Anträgen, die nach dem 1. Januar 2017 gestellt worden seien. Hier sei eine Bearbeitungsdauer von weniger als drei Monaten verabredet, der tatsächliche Wert habe Ende Juli bei nur 1,7 Monaten gelegen.

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