Axt-Angriff bei Würzburg: Ermittler sehen islamistischen Hintergrund

Fünf Menschen hat der Axt-Attentäter nahe Würzburg zum Teil lebensbedrohlich verletzt. Laut Ermittlern wollte sich der 17-Jährige an "Ungläubigen" rächen. <em>Mit einem Kommentar von Ulrich Becker: Unberechenbar</em>

|

Nach der Axt-Attacke in einem Regionalexpress bei Würzburg gehen die Ermittler von einem politischen Hintergrund aus. Die Gewalttat sei „wohl politisch motiviert“ gewesen, sagte der leitende Oberstaatsanwalt Erik Ohlenschlager in Würzburg. Der 17-jährige Attentäter habe „mit unbedingtem Tötungsvorsatz gehandelt“ und „mit großer Wucht“ auf „Körper und Köpfe“ seiner Opfer eingeschlagen.

Bei dem Angriff am Montagabend wurden fünf Menschen verletzt. Zwei von ihnen schwebten noch in Lebensgefahr, sagte der Würzburger Polizeipräsident Gerhard Kallert. Teilweise seien die Verletzungen „sehr schlimm und sehr drastisch“. Der 17-Jährige Täter war mit einer Axt und einem Messer auf Fahrgäste in einem Regionalzug bei Würzburg-Heidingsfeld losgegangen. Danach griff er eine Spaziergängerin an. Er wurde von der Polizei erschossen. Der Täter sei ein gläubiger Muslim gewesen, der bisher nicht strafrechtlich in Erscheinung getreten war. Am vergangenen Samstag habe er erfahren, dass ein Freund von ihm in Afghanistan ums Leben gekommen war. Während der Tat habe der Jugendliche mehrmals „Allahu akbar“ (“Gott ist groß“) gerufen. Auf dem Handy-Notruf einer Zeugin, der von der Polizei aufgezeichnet wurde, sei dieser Ausruf „deutlich zu verstehen“, sagte Ohlenschlager.

Im Zimmer des Jugendlichen wurden die Zeichnung einer IS-Flagge sowie Aufzeichnungen in lateinischer und arabischer Schrift gefunden. Darin hieß es nach Angaben der Ermittler wörtlich: „Und jetzt bete für mich, dass ich mich an diesen Ungläubigen rächen kann, und bete für mich, dass ich in den Himmel komme“. Dies werteten die Beamten als Ausdruck einer islamistisch-religiösen Motivation der Tat.

Der IS beanspruchte die Tat für sich, dies ist das erste Mal bei einem Anschlag in Deutschland. Zudem wurde ein Video veröffentlicht, in dem der Angreifer Drohungen äußert. Vorherige Hinweise auf eine Radikalisierung des Attentäters gab es nach Behördenangaben nicht. Bayerns Innenminister Jochim Herrmann (CSU) gab ebenso wie die Ermittler unter Berufung auf Zeugenaussagen an, der Mann sei als gläubiger Muslim wahrgenommen worden, aber keinesfalls radikal oder fanatisch erschienen. Er sei als „eher ruhiger, ausgeglichener Mensch“ beschrieben worden.

Ein Kommentar von Ulrich Becker: Unberechenbar

Noch sind die Motive des 17-jährigen Attentäters aus Afghanistan nicht zweifelsfrei geklärt. War er ein IS-Terrorist, der im Namen der selbsternannten Gotteskrieger gezielt Angst und Schrecken verbreiten wollte und der im Austausch mit seinen Glaubensbrüdern stand? Oder war er ein psychisch gestörter Einzeltäter, der für die vermeintliche Legitimierung seiner Tat lediglich einen Grund suchte.

Ob sich diese Frage nach der Bluttat im Regionalexpress endgültig klären lässt, ist noch offen. Schon jetzt ist aber klar, dass die Attentate eine neue Dimension erreicht haben. Nicht nur allein ob ihrer grausamen Folgen wie in Nizza, sondern vor allem wegen der Unberechenbarkeit der Täter. Der IS nutzt seine perverse Faszination, um die Hirne labiler und vermutlich traumatisierter Jugendlicher und junger Männer zu erreichen. Sie müssen sich keinem Netzwerk anschließen, keine Verbindungen nach Syrien suchen. Ihnen reicht die Anmietung eines Lkw oder einfach eine Axt und ein Messer. Für die Sicherheitsbehörden ist das ein Alptraum. Niemand kann voraussagen, wann und vor allem wo ein solcher Einzeltäter zuschlägt. Der Zug zwischen Treuchtlingen und Würzburg galt zuvor sicher nicht als potentielles Anschlagsziel.

Die Bekämpfung des Terrors bei uns kann deshalb immer nur helfen, Schlimmeres zu verhindern. Ein Ende des Schreckens wird es erst geben, wenn der IS und vor allem seine Unterstützer ausgeschaltet sind.

Kommentieren

Kommentare

24.07.2016 16:48 Uhr

Eindeutig

TROP zählte 2011 9.086 von im Namen Allahs Getöte, das deutsche Statistik-Portal "Statista" kam auf 8.886 durch "islamische Extremisten" verursachte Tote - eine ziemlich eindeutige Korrelation (Quelle: http://de.statista.com/statistik/daten/studie/12263/umfrage/terrortote-nach-taeterkategorie/)

Antworten Kommentar melden

24.07.2016 14:26 Uhr

Antwort auf „Antwort auf „Korrektur””

(...)Schön, wenn Moser hier irgendwelche Zahlen von irgendwelchen internationalen Anti-Islam-Hetzseiten zitiert. Dass muss ja dann die reine Wahrheit sein (oder doch nicht?).
Na ja, solchen Dreck gibt es im weltweiten Netz hunderttausendfach.
Das bedeutet offensichtlich, dass sich Moser über das Internet radikalisiert hat.(...)

Lol, dem kann ich leider nur zustimmen. Wer solche Hassseiten nutzt, um sich zu "informieren", der sucht nicht seriöse Fakten, sondern Bestätigung für sein Ressentiment.

Davon abgesehen ist auch rätselhaft, was Moserer mit seinen Zahlen eigentlich zu beweisen hofft. Dass es islamistischen Terrorismus gibt, hat schließlich nie einer bestritten. Und bekannt sein sollte auch, dass nach diversen Umstürzen im Nahen Osten und in Nordafrika Machtvakuen entstanden sind, die Bürgerkriege zur Folge hatten, an denen sich auch ISIS und Al Qaida beteiligen. Ihre Opfer sind größtenteils selbst Muslime. Wenn hier also Opferzahlen genutzt werden, um Muslime insgesamt anzuschwärzen, dann ist das schon ziemlich widerlich.

Antworten Kommentar melden

24.07.2016 11:20 Uhr

Ergänzung zu „Antwort auf „Korrektur””

Der erste von mit genannte Link bezieht sich natürlich auf die Hintergründe des Amoklaufes in München und nicht auf das Verbrechen bei Würzburg. Hier zu diesem Artikel ist der Link also nicht richtig zugeordnet (aber in der aktuellen Diskussion um Gewalt-Ursachen trotzdem lesenswert).
Der zweite Link zeigt exemplarich, wie Hetzer Verbrechen für ihre ideologischen Zwecke ausschlachten, egal ob in Würzburg oder München.

Antworten Kommentar melden

24.07.2016 11:09 Uhr

Antwort auf „Korrektur”

Schön, wenn Moser hier irgendwelche Zahlen von irgendwelchen internationalen Anti-Islam-Hetzseiten zitiert. Dass muss ja dann die reine Wahrheit sein (oder doch nicht?).
Na ja, solchen Dreck gibt es im weltweiten Netz hunderttausendfach.
Das bedeutet offensichtlich, dass sich Moser über das Internet radikalisiert hat.
Aber das macht ja nichts, so ist er halt.

Wer sich wirklich für Hintergründe diese schlimmen Verbrechens interessiert, kann sich andernorts informieren, z.B. hier:

#http://www.sueddeutsche.de/panorama/bluttat-von-muenchen-er-mordete-in-der-oeffentlichkeit-und-er-mordete-wohl-gezielt-1.3092068

In diesem Zusammenhang auch interessant:

http://www.sueddeutsche.de/politik/amoklauf-in-muenchen-rechtspopulisten-blamieren-sich-mit-muenchen-kommentaren-1.3092048

Antworten Kommentar melden

24.07.2016 09:47 Uhr

Korrektur

Ich habe die Zahl der Anschläge im Namen Allahs mit der Opferzahl gleichgesetzt. Tatsächlich wurden bei bis heute 28 862 Anschlägen muslimischer Attentäter weltweit 199 323 Menschen getötet und 279 957 verletzt (in letzterer Zahl sind die fünf Verletzten der Würzburger Axtattacke bereits enthalten). Quelle: http://www.thereligionofpeace.com/attacks/attacks.aspx?Yr=2016

Antworten Kommentar melden

23.07.2016 09:28 Uhr

Antwort auf „Antwort auf „Antwort auf „Antwort auf „Es ist ganz einfach””””

Exakt. So einfach ist das. Das Weltbild von Leuten nämlich, deren Gehirn mit der Unterscheidung zwischen Islam und Islamismus hoffnungslos überfordert ist. Terrorismus korreliert nicht mit Islam, sondern mit Islamismus. (Und auch mit Rechtsextremismus, BTW - siehe die Mordserien des NSU, siehe Anders Breivik, siehe Solingen, Mölln etc. Das Problem ist nicht irgendeine Religion, das Problem sind Weltanschauungen, die um ein Feindbild zentriert sind, so dass frustrierte und/oder instabile Menschen - meist junge Männer - ihrer Aggression ein Ziel geben können. Egal, aus welchem Ismus sie Ihre Legitimation nun konkret ableiten. Das Angebot ist ja groß.)

Antworten Kommentar melden

22.07.2016 07:46 Uhr

Ach was

Ziitat Moser: "...daß auch noch Ihrem letzten "Gefällt-mir-Groupie" in diesem Forum die Schuppen von den Augen fallen: "
Ach so, daher weht der Wind. Moser kann es noch nicht einmal verwinden, wenn er ein paar weniger "Gefällt mir"-Klicks auf seine Anti-Islam-Hetze bekommt?
Ist es wirklich so banal?
Es sollte für ihn doch ein leichtes sein, eine paar seiner Gesinnungsgenossen dazu zu bringen, ihm hier weiterzuhelfen. Ob er sich dann besser fühlt?
Aber vermutlich liegt das Problem tiefer. Das wird nicht das einzige Mal sein, dass er sich zurückgesetzt, nicht verstanden, als Opfer und nicht gemocht fühlt.
Wenn das so ist, kann ich allerdings jeden Mitmenschen gut verstehen, der ihn nicht leiden kann ;-)

Antworten Kommentar melden

21.07.2016 18:35 Uhr

Antwort auf „Antwort auf „Antwort auf „Antwort auf „Antwort auf „Es ist ganz einfach”””””

Brinks: "Nun ja, Moser (hinter Moser, so viel Ordnung muß sein, fehlt das Komma, Brinks, setzen!) in Deutschland sind in den letzten Jahren schon viele Migranten durch selbsternannte "Superdeutsche" körperlich zu Schaden gekommen.

Sag bloß!

In den letzten hundert Jahren, Sie Prachtexemplar der Gattung, Ich-diffamiere-also-bin, sollen womöglich Millionen Nichtdeutsche durch "selbsternannte Superdeutsche" zu Schaden gekommen sein, einige davon, wie man hört, sogar letal. Um von Zeiten noch weiter zurück nicht zu reden.

Wenn Sie doch wenigstens einmal bei der Sache bleiben könnten, Brinks, statt ewig Ihre immer schaumsprühendere Alles-Nazi-Endlosschleife (Achtung: Nach dem "Stürmer" ist nicht mehr viel Platz) abzunudeln.

Aber dann müßten Sie sich ja, horribile dictu, mit so etwas Bizarrem wie Fakten auseinandersetzen und liefen Gefahr, daß auch noch Ihrem letzten "Gefällt-mir-Groupie" in diesem Forum die Schuppen von den Augen fallen: Nu gucke mal da, der Brinks ist ja nackt!

Und jetzt wieder Sie. Adolf-Nazi (Helmut Schmidt) wäre noch frei.

Antworten Kommentar melden

21.07.2016 13:12 Uhr

Antwort auf „Antwort auf „Antwort auf „Antwort auf „Es ist ganz einfach””””

Schön, dass Moser meine Sätze wie "So einfach ist das" kopieren. Lieber gut kopiert als schlecht selber erfunden. leider in der Anwendung bei ihm völlig verunglückt,
Aber das macht ja nichts, so ist er halt ( ->den Satz könnte Moser sicher auch noch gut kopieren, wie wär's?

Zum Thema eine sehr gute Kolumne:

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/attentate-wir-sind-alle-terroregozentriker-a-1103888.html

Antworten Kommentar melden

21.07.2016 12:15 Uhr

Antwort auf „Mein Gott...”

Es ist ein islamISTischer Hintergrund.
Dies nur als notwendige Korrektur, denn Leute wie Sie bemühen sich ja eifrig, hier jede Differenzierung zu vermeiden...

Antworten Kommentar melden

21.07.2016 12:05 Uhr

Antwort auf „Antwort auf „Antwort auf „Antwort auf „Es ist ganz einfach””””

Zitat: "Andersrum gefragt: In welchen Ausnahmezustand wäre dieses Land geraten, wäre ein Flüchtling durch die Hand eines "Super-Deutschen" (Ihr Ausdruck) zu Tode gekommen?"
Nun ja, Moser in Deutschland sind in den letzten Jahren schon viele Migranten durch selbsternannte "Superdeutsche" körperlich zu Schaden gekommen. Und einige sind auch ermordet werden. Von einem Ausnahmezustand war in unserem Land aber absolut nichts zu spüren.
Das ist Ihnen vielleicht entgangen, kommen solche Nachrichten bei Ihnen ja nicht an, höchstens über asoziale Hetzmedien, wo solche Verbrechen feixend gefeiert werden.
Sie können hier ruhig ihre kranken Phantasiene weiterspinnen.
Und ja, von beinharten Rassisten und Fremdenfeinden, die sich in bester Manier klassischen Stürmer-Propaganda auskotzen kann man definitiv nichts lernen, zumindest nichts, was zu einem ordentlichen Zusammenleben beitragen könnte.
Aber das macht ja nichts, so sind sie halt.

Antworten Kommentar melden

20.07.2016 18:46 Uhr

Antwort auf „Antwort auf „Antwort auf „Es ist ganz einfach”””

Ja, klar, eine "Weltregion pauschalisierend als ´Gewaltreligion´diffamieren", geht gar nicht. Erst recht nicht aus dem Blickwinkel durch den Türspion eines Forumblockwarts, der "kosmoglobal" denkt. "Mehr als eine Milliarde Menschen" können sich schließlich nicht irren. Wer es dennoch wagt, wird stante pede als "Hetzer, Radikalisierer, Hass- und Zwietrachtschürer, Gewalttäter, Handlanger und Erfüllungsgehilfe des IS und Klassiker fremdenfeindlicher und rassistischer Hetze" denunziert - darunter macht es ein Brinks nicht.

Kein Wunder, daß Zeitgeistlern mit derart beschränktem Gesichtsfeld bei der Betrachtung von Gewaltdelikten durch Flüchtlinge schon mal die Tücken der real existierenden medialen Berichterstattung, auch als Lückenpresse berüchtigt, aus dem Blick geraten können: 104 "Straftaten gegen das Leben" durch Flüchtlinge allein im 1. Quartal 2016, davon neun vollendete Mord- und Totschlagverbrechen.

Gehe ich fehl in der Annahme, Brinks, daß Sie bei Ihrer Scheuklappenlektüre der Mainstreammedien, die jeden unfreundlichen Blick eines Einheimischen auf eine Asylbewerberunterkunft auf der Frontseite als Rassismus brandmarken, davon auch nur einen Piep mitbekommen haben? Andersrum gefragt: In welchen Ausnahmezustand wäre dieses Land geraten, wäre ein Flüchtling durch die Hand eines "Super-Deutschen" (Ihr Ausdruck) zu Tode gekommen?

Apropos Mainstreammedien. Mitunter stößt man selbst dort noch unverhofft auf Erhellendes: "Bisher hat der islamistisch motivierte Terror einen großen Bogen um Lateinamerika gemacht. Das liegt vor allem daran, dass der Islam im fast durchgehend christlich geprägten Lateinamerika nur eine untergeordnete Rolle spielt und Muslime eine verschwindend kleine Minderheit darstellen (siehe SWP von heute, Seite 3).

Was lernen Sie daraus, Brinks? Vermutlich, wie immer, natürlich nichts. Ich kann es Ihnen dennoch nicht ersparen: Viel Islam, viel Terror, wenig Islam . . .

So einfach ist das.

Antworten Kommentar melden

20.07.2016 11:56 Uhr

Kollateralschaden

Es ist schon erstaunlich, mit welcher Hartnäckigkeit unsere (auch nachtaktiven) Dauer-Blogger hier versuchen, die Realität zu verdrehen.
Fakt ist, dass wir noch immer nicht wissen, wie viele Flüchtlinge sich hier aufhalten, wer und wo sie sind (vor allem die vielen Untergetauchten) und woher sie wirklich kommen. Sollte sich bestätigen, dass der Täter von Würzburg aus Pakistan stammt, wäre dies lediglich ein Fall von Vielen. Die Abschiebung funktioniert auch nicht. Da werden die Flüchtlinge vorher benachrichtigt, um genügend Zeit zum Abtauchen zu haben. Oder sie finden Zuflucht in den Kirchen. Neuerdings lehnen sogar Gerichte die Abschiebung ab, die Umstände in Ungarn würden es nicht erlauben, einen Flüchtling dorthin zurück zu schicken. Vermutlich waren die Richter bei einem "Ortstermin". Und die Wirtschaft und die Politik?
Hat man uns nicht immer wieder von den vielen Fachkräften erzählt, die dort zu uns kommen?
Genau 54 Flüchtlinge haben einen Ausbildungsjob, davon 50 bei der Post. Großartig!
75% der Top-Manager geben aktuell den Flüchtlingen wenig bis gar keine Chance zur Integration.
Von den im Juni 297.000 arbeitslosen Flüchtlingen hat mehr als ein Drittel gar keinen oder lediglich einen geringen Hauptschulabschluss, dreiviertel haben keine Berufsausbildung. (Alles laut BAMF)
Und die Politik?, die macht sich mit 100.000 1 Euro-Jobs um die Flüchtlinge aber so richtig rund. Man sollte denen in Berlin mal mitteilen, dass das nicht die Lösung ist. Wenn der Flüchtling arbeitet, will er auch ordentlich Geld verdienen, es gibt ja noch viele, die mit ernährt werden wollen.
Vielleicht sagt auch das vom Täter gepostete Foto etwas aus: "Das Leben ist zu kurz, um einen Deutsch-Sprachkurs zu belegen".

Antworten Kommentar melden

20.07.2016 11:46 Uhr

Kleine Anmerkung zu „Es ist ganz einfach”””

Zitat Moser: "muß sich über den schwindsüchtigen Vertrauensverlust und der damit einhergehenden Radikalisierung immer größerer Teile der eigenen Bevölkerung nun wirklich nicht wundern..

Nun ja, dass sich Moser nicht über die Radikalisierung der deutschen Bevölkerung wundert, ist mehr als verständlich, ist er doch einer der Protagonisten, der diese Radikaliserung selber betreibt und wünscht.
Folgerichtig auch ,dass er dann so viel Verständnis für Radikale in unserem Staat aufbriingt (Sie müssen halt nur auf "seine"r Seite stehen..)

Es ist im übrigen ein Trugschluß von Moser zu glauben, immer größere Teile der Bevölkerung wären radikalisiert, nur weil Moser es selber ist.
Aber diese Arroganz und maßlose Selbstüberschätzung ist völlig normal in seinen Kreisen.

Antworten Kommentar melden

20.07.2016 11:30 Uhr

Antwort auf „Antwort auf „Es ist ganz einfach””

Nun ja , Moser enntlarvt sich immer weiter.
Zitat: "Anhänger dieser Gewaltreligion".
Das ist genau der Punkt.
Moser diffamieren hier eine Weltreligion kosmoglobal pauschalisierend als "Gewaltreligion "und damit mehr als eine Milliarde Menschen auf diesem Planeten als (potentielle?) Gewalttäter.
Das ist ein Klassisker der fremdenfeindlichen und rassistischen Hetze. Dies ist bezüglich der angewendeten Methode nicht besser als es die Hassprediger des selbernannten IS sind.
Mit solcher Hetzpropaganda macht man sich zum Handlanger und Erfüllungsgehilfen des "IS" und trägt maßgeblich dazu bei, Hass und Gewalt in unserer Gesellschaft zu schüren.

Antworten Kommentar melden

20.07.2016 11:20 Uhr

Antwort auf „Es ist ganz einfach”

Im Namen welcher Religion, im Namen welchen Gottes, wurden seit 9/11 weltweit 28 848 (Stand 15. Juli 2016) Männer, Frauen und Kinder auf brutalste Weise zu Tode gebracht (um von den Hunderttausenden Verkrüppelten zu schweigen)?

War es das Christentum? War es der Hinduismus? Der Buddhismus. Der Konfuzianismus? Der Shintoismus, der Adonismus, die Sonnentempler, die Rosenkreuzler . . . ?

Na, Brinks?

Kleiner Tip: Der Ochsenfurther Axtschwinger hat seinen Gott lauthals gepriesen, bevor er zuschlug.

Eine Gesellschaft, die in Kenntnis dieser "Umstände" Anhänger dieser Gewaltreligion, denen man den Grad ihrer Gottergebenheit nun mal nicht an der Nase ansehen kann, millionenfach ins Land holt, muß sich über den schwindsüchtigen Vertrauensverlust und der damit einhergehenden Radikalisierung immer größerer Teile der eigenen Bevölkerung nun wirklich nicht wundern.

Antworten Kommentar melden

20.07.2016 10:08 Uhr

Es ist ganz einfach

Nun ja, vielleicht könnte Moser der Vollständigkeit halber auch über die Flüchtlinge und Millionen von Mitmenschen mit Migrationshintergrund berichten, die friedlich in Deutschland leben.
Vielleicht könnte Moser sich der Vollständigkeit halber auch zu den in der Regel deutschen Menschen äußern, die in den letzten Jahren in mehr als hundert Fällen Brandanschläge auf teils schon bewohnte Flüchtlingsheime begangen sowie Flüchtlinge und Migranten mit körperlicher Gewalt angegangen sind.

Aber spätestens dann wäre noch leicht zu erkennen, worum es Moser geht. Nicht um die Realität, sondern um pauschalisierende Schüren von Aversion gegen Menschen, die bestimmten Nationalitäten oder Religionen angehören. Damit spielt er natürlich letztlich der erklärten Absicht der Terroristen, Zwietracht und Hass in unserer Gesellschaft zu schüren, voll in die Hände und erledigt deren Geschäft.

Generell gilt: jede Straftat gegen Leib und Leben ist gleich schlimm, egal wer sie aus welchen vorgeschobenen Gründen begeht.
Wenn ein Flüchtling ein solches Verbrechen begeht, ist es das genauso schlimm, wie wenn ein "Super-Deutscher" eine solche Tat begeht.
Genauso wenig, wie alle oder viele Deutschen fremdenfeindlich-rechtsradikal sind, wenn ein sehr, sehr kleiner Teil von ihnen Verbrechen aus Fremdenhass begeht, genauso wenig sind alle oder viele Flüchtlinge islamistische Gewalttäter, wenn ein sehr, sehr kleiner Teil von ihnen islamistische Verbrechen begeht.
Das ist eigentlich ganz einfach.
Aber darum geht es vielen ja gar nicht, geht es ihnen doch nur darum, ihre Hetze zu verbreiten, egal ob das der sogenannte "Islamische Staat" ist, linksextremistische oder fremdenfeindlich-rechtsextremistische Gruppierungen, Organisationen oder Parteien. Diese Menschen sind nicht die Lösung, sondern ein wesentlicher Teil des Problems. Und sie sind sich sehr, sehr ähnlich, egal auf welcher „Seite“ sie stehen.
Alle diese Hetzer und Gewalttäter sind in gleicher Weise Feinde unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung und unseres Rechtsstaates.

Sich dagegen zu wehren ist die Aufgabe jedes Einzelnen in unserer Gesellschaft.

Antworten Kommentar melden

20.07.2016 09:27 Uhr

Neue Erkentnisse?

Angeblich kommt der Täter aus Pakistan, nicht aus Afghanistan. Er sei auch viel älter, als von ihm angegeben.
Er hätte daher eigentlich gar keinen Asylanspruch in Deutschland gehabt und hätte auch nicht in den Jungendhilfe Bereich gehört. Das kommt davon, wenn man die Grenze aufläßt und unkontrolliert Menschen aus aller Welt Asyl gewährt. Ausweise braucht keiner, sollte man was angestellt haben, feilt man sich einfach die Fingerabdrücke weg. So naiv und dumm ist keine andere Regierung auf der Welt.

Antworten Kommentar melden

20.07.2016 08:06 Uhr

Integration mit kleinen Schönheitsfehlern

Wie geht noch mal das Mantra, das uns seit Jahr und Tag aus allen politischen und medialen Lautsprechern entgegendröhnt: Integration, Integration, Integration. Knapp 19 Milliarden hat allein Merkels "Wir-schaffen-das"-Kabinett im nächsten Haushalt dafür locker gemacht, knapp drei Milliarden davon für die Rundumversorgung der sogenannten MUFLs - unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge. Mehr Integration geht nicht. Und doch fiel dem "ruhigen, ausgeglichenen", mit Praktikum und Pflegefamilie gepamperten Ochsenfurter MUFL nichts besseres ein, als sich für so viel fürsorgliche Zuwendung mit der Axt zu bedanken.

Der Attentäter von Nizza - bestens integriert. Die Attentäter von Paris - integrierte Franzosen. Der Attentäter von Orlando - integrierter Amerikaner. Die Attentäter von . . .

Noch Fragen?

Antworten Kommentar melden

19.07.2016 21:16 Uhr

Mein Gott...

wenn wir unsere Ermittler nicht hätten,wer würde hier an einen Islamischen Hintergrund denken...Außerdem gehört der Islam zu uns und dass sind nur sehr bedauerliche Einzelfälle.

Antworten Kommentar melden

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Konzert zum Schwörwochenende: Philipp Poisel singt, als gäb’s kein Morgen mehr

Liedermacher Philipp Poisel trifft am Freitagabend die Herzen von 3500 Zuhörern auf dem Münsterplatz und sorgt für einen stimmungsvollen, energiegeladenen Auftakt des Schwörwochenendes. weiter lesen