Ärzte bekommen mehr Geld, sind aber unzufrieden

|

Die niedergelassenen Ärzte in Deutschland bekommen im nächsten Jahr 270 Millionen Euro mehr. Das sind für jeden Arzt im Durchschnitt 1800 Euro mehr Honorar pro Jahr, wie der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) nach den Verhandlungen mit der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) gestern in Berlin mitteilte.

Ärzte und Kassen hatten sich zunächst im Bewertungsausschuss, einem Gremium der gemeinsamen Selbstverwaltung, nicht über die Honorare für das Jahr 2013 einigen können. Die Ärzte wollten 3,5 Milliarden Euro mehr, die Kassen 2,2 Milliarden Euro sparen. Deshalb tagte nun der Erweiterte Bewertungsausschuss - ein Schiedsgremium mit einem unparteiischen Vorsitzenden, dem Gesundheitsökonomen Jürgen Wasem.

"Das ist nicht das von den Krankenkassen geforderte Ergebnis, aber eine vernünftige Lösung, die den Interessen beider Seiten entgegenkommt", sagte GKV-Vizechef Johann-Magnus von Stackelberg nach der Einigung.

Unter den Ärzten war die Enttäuschung hingegen groß. Von einer Niederlage für die künftige Versorgung sprach der Hartmannbund, von einem Skandal die Kassenarzt-Vereinigung Bayern. Rund ein Dutzend Ärzteverbände kündigten an, Fach- und Hausarztpraxen könnten in ganz Deutschland aus Protest geschlossen bleiben.

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Bahnhof Senden: Steg statt Unterführung

Durchbruch: Die Sendener können künftig im Bereich des Bahnhofes die Gleise queren. Statt dem geplanten Tunnel wird eine Überführung gebaut. weiter lesen