Änderungen bei der Flugsicherheit nach Germanwings-Katastrophe

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Cockpit  Foto: 

Mit der geplanten Rücknahme der Zwei-Personen-Regelung im Cockpit wird eine der Sicherheitsbestimmungen geändert, die Fluggesellschaften nach Absturz einer Germanwings-Maschine eingeführt haben. Was nach dem Unglück außerdem für Piloten eingeführt wurde:

ALKOHOL- UND DROGENTESTS: Im April 2016 beschließt der Bundestag, dass Fluggesellschaften bei einem entsprechenden Verdacht untersuchen sollen, ob ein Pilot bei Dienstantritt unter dem Einfluss von „Medikamenten, Alkohol oder anderen psychoaktiven Substanzen“ steht. Auch Zufallskontrollen sind geplant. Bei Inkrafttreten des Gesetzes im April 2017 beteiligen sich wegen zunächst fehlender Betriebsvereinbarungen noch nicht alle deutschen Airlines. Piloten ausländischer Gesellschaften werden vom Luftfahrtbundesamt überprüft.

MEDIZINDATENBANK: Zum Bundestagsbeschluss vom April 2016 gehört auch die Einführung einer flugmedizinischen Datenbank, in der alle Befunde und Behandlungen der Piloten personalisiert gespeichert werden. Ende März 2017 ist diese laut Bundesregierung aber noch nicht in Betrieb.

MEDIZINCHECKS: Die europäische Flugsicherheitsagentur EASA empfiehlt im Dezember 2016 mehr medizinische Checks für Piloten. Verpflichtend müsse dies sein, wenn ein Pilot oder Crewmitglied schon einmal auffällig geworden sei. Zudem sollten Piloten vor ihrer Einstellung immer einem psychologischen Test unterzogen werden. Die Empfehlungen sind die Grundlage eines künftigen Gesetzentwurfs der EU-Kommission.

COCKPITTÜREN: Luftfahrt-Expertengruppen wie die EASA, der deutsche BDL oder die französische BEA verzichten auf Empfehlungen für Änderungen an den von innen verriegelbaren Cockpittüren. Sie seien wegen der Gefahr einer terroristischen Bedrohung gesichert.

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