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Zypern verschärft Euro-Krise

Das hochverschuldete Zypern gerät weiter in Bedrängnis. Die Kreditwürdigkeit des Inselstaates sinkt. An einer Rettung hat auch Russland Interesse.

Über den Weg zur Rettung des hochverschuldeten Euro-Staats Zypern gibt es Streit. Der scheidende Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker und Zyperns Präsident Dimitris Christofias lehnten einen Schuldenschnitt für das Land ab, die Bundesregierung wollte keine Position beziehen. Nach einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" will sich der Internationale Währungsfonds (IWF) dagegen nur an einem Rettungspaket beteiligen, wenn wie im Fall Griechenlands ein Schuldenschnitt für private Investoren durchgeführt wird.

Zypern hatte im Sommer einen Hilfsantrag gestellt und will unter den Rettungsschirm der Euro-Partner schlüpfen. Der Bedarf soll bei 17,5 Milliarden Euro liegen, was in etwa der gesamten jährlichen Wirtschaftsleistung entspricht. Ein Großteil der Hilfen soll den Banken zugutekommen, die in den Sog der Griechenland-Krise geraten sind. Die US-Ratingagentur Standard & Poor"s senkte die Kreditwürdigkeit Zyperns erneut um zwei Stufen. Die Bonitätsnote sei von "B" auf "CCC+" reduziert worden.

Zyperns Finanzminister Vassos Shiarly reagierte im staatlichen Rundfunk RIK gelassen auf die Herabstufung. Was nun zähle, sei das bevorstehende Stabilisierungsprogramm. S&P hatte auch die "aus unserer Sicht zögerlichen Einstellung der Partner in der Euro-Zone" bemängelt. Eurogruppen-Chef Juncker sagte im Deutschlandfunk: "Wir haben abgemacht und das auch in die halbe Welt hinausposaunt, dass wir nur ausnahmsweise im Falle Griechenlands einen Schuldenschnitt machen werden, der den Privatsektor beträfe." Er wolle daher einen solchen Schritt für Zypern "meinerseits auch ausschließen". Auch Jörg Asmussen, deutscher Vertreter im Direktorium der Europäischen Zentralbank (EZB), sprach sich dagegen aus. Zyperns Präsident Dimitris Christofias sagte zum Thema Schuldenschnitt: "Zypern wird dem nicht zustimmen."

Die Bundesregierung hielt sich bedeckt. Eine Besonderheit ist die Verflechtung Zyperns mit Russland, die die Zustimmung für ein Hilfsprogramm auch in der Berliner Regierungskoalition erschweren könnte. Wohlhabende Russen sollen hohe Beträge auf Konten zyprischer Banken geparkt haben. Der russische Präsident Wladimir Putin schloss Unterstützung seines Landes für Zypern nicht aus.

1 Kommentar

22.12.2012 11:17 Uhr

Zypern verschärft............

Wie wäre es wenn man alle Schwarzgeldkonten die auf Zypern eingerichtet sind nimmt und bezahlt die Staatsschulden ??
Das Geld reicht alle mal.

Keiner der Kontoinhaber kann sich beschweren - Er hat ja kein Geld auf Zypern !!!

Nicht immer nur die Nordeuropäer abziehen.

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