Vertriebene ecken an
Berlin.
Der Streit um den Rat der Stiftung "Flucht, Vertreibung, Versöhnung" dauert an. Der Zentralrat der Juden und die SPD greifen den Vertriebenenbund (BdV) scharf an. Die von ihm entsandten Vertreter Hartmut Saenger und Arnold Tölg verträten "revanchistische Positionen", sagte der SPD-Außenpolitiker Dietmar Nietan. Mit dem Hinweis auf angeblich unbestreitbares Unrecht gegen Deutsche würde Saenger die Verbrechen der Nazis relativieren. Entweder gebe es BdV-intern eine Art "Quotierung für Hardliner", oder der Verband wolle die Stiftung dazu nutzen, Nazi-Verbrechen zu verharmlosen. Der Vizepräsident des Zentralrats der Juden, Salomon Korn, sagte, die Entsendung Saengers und Tölgs sei "mit dem Versöhnungsauftrag der Stiftung nicht vereinbar". BdV-Präsidentin Erika Steinbach warf den Kritikern hingegen vor, Argumente zu manipulieren und den BdV in eine Reihe mit Geschichtsfälschern zu stellen. epd
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30.07.2010
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