Verletzter bei Demonstration gegen Koran-Verbrennung

Kabul.  Wegen der geplanten Koran-Verbrennung in den USA ist es in Afghanistan zu einer ersten Demonstration mit gewaltsamen Zwischenfällen gekommen. Der Sprecher der Regierung der Provinz Kapisa, Abdul Halim Ayar, sagte, in der Provinzhauptstadt Mahmud- e-Raki hätten am Donnerstag mehrere tausend Menschen protestiert.

Ein Polizist sei verletzt worden, als Demonstranten Steine geworfen hätten. Auch ein US-Militärkonvoi sei mit Steinen beworfen worden. Die Soldaten hätten zur Abschreckung in die Luft geschossen.

Aus Sicherheitskreisen hieß es, bei den Zusammenstößen seien neben dem Polizisten auch drei Demonstranten verletzt worden. Ein  Mob habe außerdem das Büro einer ausländischen Hilfsorganisation geplündert und dabei einen Helfer verletzt. Die Sicherheitskreise  sprachen - anders als Ayar und Augenzeugen - lediglich von einigen Dutzend Demonstranten.

Nach Angaben von Augenzeugen skandierten aufgebrachte Afghanen Parolen wie „Tod für Amerika“ und „Tod der US-Kirche“. Ein  Teilnehmer namens Sohor Kohistani sagte, Ziel der Demonstration sei die US-Basis Bagram gewesen. Die Polizei habe den Protestzug  aber gestoppt. Daraufhin hätten junge Demonstranten begonnen, Steine zu werfen. Der Pastor einer 50-Seelen-Gemeinde in Florida hat  angekündigt, am 11. September den Koran zu verbrennen. dpa

Kommentare (1)

09.09.2010 18:21 Uhr |   unbekannt

man kanns kaum glauben

Ich kann nur sagen, Idioten aller Länder vereinigt euch. Die Verheizerei von Flaggen kennt man ja schon. Bisschen kindisch und sinnlos, gejuckt hat es bisher ja keinen weil "unser" (und das der USA und sonst wem alles) Ehrgefühl nicht so ausgeprägt ist. Jetzt kommt wieder so ein Haufen ... mit einer ähnlichen Idee. Nur eben mit einem Buch das vielen heilig ist. Und wozu? Als Rache für den 11.9.? Wegen ein paar fehlgeleiteten Extremen wird jetzt eine ganze Religion beleidigt. Wie billig ist das denn!
Noch dazu geht dann sicher wieder der Terror los.

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09.09.2010

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