US-Marines befreien gekapertes deutsches Schiff
London. Nach rund 20 Stunden in den Fängen von Piraten hat die US-Marine am Donnerstag ein deutsches Containerschiff im Golf von Aden befreit. Seeräuber hatten die «Magellan Star» der deutschen Reederei Dr. Peters am Vortag von einem Schnellboot aus gekapert.
Der polnische Kapitän und seine Crew, zu der kein Deutscher zählt, hatten sich in einem Schutzraum verbarrikadiert und ausgeharrt, bis Hilfe kam. Firmeninhaber Jürgen Salamon sagte auf Anfrage, die US-Soldaten hätten bei der Befreiungsaktion am frühen Morgen neun Piraten festgenommen. Mannschaft und Schiff seien frei.
Der 8000-Tonnen-Frachter mit Ankerketten an Bord sei unterdessen auf dem Weg nach Dubai, sagte Salamon. «Die Piraten haben alles zerstört, das Schiff ist nicht voll seetüchtig», sagte der Reeder. «Der Kapitän und seine Leute haben sehr umsichtig gehandelt, wir sind stolz auf sie.» Unter anderem sei es ihnen gelungen, die Maschinen rechtzeitig abzustellen und das Handelsschiff für die Piraten manövrierunfähig zu machen.
Die «Magellan Star» war nach Angaben von Salamon das dritte Schiff eines Konvois, der im Abstand von zwei Seemeilen von US- Kriegsschiffen begleitet wurde. Aus dem Konvoi sei auch das erste Schiff, ein unter maltesischer Flagge fahrender Frachter, angegriffen worden. Diesen Vorfall hatte auch die EU-Anti-Piraten Mission (EUNAVFOR) bestätigt.
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09.09.2010
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Das Containerschiff «Magellan Star» der deutschen Reederei Dr. Peters (Archivbild).
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