Schavan attackiert Schulpolitik des Landes
"Das ist Rückschritt." In einer Schärfe wie noch nie zuvor hat Bundesbildungsministerin Annette Schavan, die wegen des Vorwurfs, für ihre Doktorarbeit abgeschrieben zu haben, unter Druck geraten ist, die baden-württembergische Schulpolitik kritisiert.
Autor: HUT |"Das ist Rückschritt." In einer Schärfe wie noch nie zuvor hat Bundesbildungsministerin Annette Schavan, die wegen des Vorwurfs, für ihre Doktorarbeit abgeschrieben zu haben, unter Druck geraten ist, die baden-württembergische Schulpolitik kritisiert. Die Teilrückkehr zu G 9 - 44 Schulen im Land dürfen das neunjährige Gymnasium wieder anbieten - sei eine "Missachtung der beruflichen Gymnasien, an denen wir G 9 haben", sagte Schavan vor den Mitgliedern des CDU-Kreisverbands Ulm/Alb-Donau, die die 57-Jährige mit 95,8 Prozent als Direktkandidatin für den Bundestag erneut nominierten (wir berichteten). Grün-Rot setze falsche bildungspolitische Signale.
Schavan, auf deren Zeit als Kultusministerin G 8 im Land zurückgeht, bekannte sich zum zweigliedrigen Schulsystem, warnte aber davor, Bildungshäuser zu schließen. Dass sich die zurückgetretene Kultusministerin Gabriele Warminski-Leitheußer (SPD) die Streichung von 11 500 Lehrerstellen habe gefallen lassen, sei ein Offenbarungseid.
Spekulationen, in Berlin könnte der bisherige niedersächsische Ministerpräsident David McAllister ihr Ministerium übernehmen, nannte Schavan gegenüber unserer Zeitung "Quatsch" und eine Ausgeburt des "Raumschiffs Berlin".





