Rätselraten um Staatsgeheimnis Clinton-Hochzeit

New York/Rhinebeck.  Auch am Tag der Hochzeit von Chelsea Clinton sind die Details der Feier wie ein Staatsgeheimnis gehütet worden. Klar war nur, dass die Ehe der Tochter von Ex-Präsident Bill und US-Außenministerin Hillary Clinton in Rhinebeck nördlich von New York stattfinden sollte.

Die Eltern der 30-Jährigen waren am Freitagabend in dem Städtchen mit knapp 8000 Einwohnern eingetroffen sind. «Wie lieben diesen Ort. Und Chelsea liebt ihn», sagte Bill Clinton Reportern bei einem kurzen Rundgang durch die Kleinstadt.

Das Einzelkind des Politikerpaares und der Investmentbanker Marc Mezvinsky, eines von zehn Kindern eines anderen Politikerpaares, hatten sich Ende vorigen Jahres verlobt. Beide leben in New York. Details zur Feier oder der Gästeliste ließen sich die Clintons nicht entlocken. Klar war nur, dass US-Präsident Barack Obama nicht dabei war, und auch Al Gore, Vizepräsident unter Clinton von 1993 bis 2001, kam nicht. Angeblich wurden Handys und andere Geräte der Gäste bei der Sicherheitskontrolle eingesammelt, wenn man mit ihnen die Feier hätte aufzeichnen können.

«Es ist nur eine Familienhochzeit», sagte Hillary Clinton - allerdings eine Familienfeier, die nach Schätzungen von amerikanischen Medien zwei bis drei Millionen Dollar kostet. Allein das Brautkleid soll für 25 000 Dollar (19 200 Euro) im Katalog stehen, für das Essen wurden angeblich 125 000 Dollar berechnet. Aber auch hier: Wenig Fakten, viele Spekulationen. «Ich habe strikte Anweisung, nicht darüber zu sprechen», hatte Außenministerin und Brautmutter Clinton zuvor gesagt.

Vor allem die Sicherheitsmaßnahmen gehen ins Geld. Der Ort wurde praktisch abgeriegelt, viele Straßen blockiert. Der Luftraum wurde für zwölf Stunden gesperrt. Das Städtchen gab sich zuletzt verschwiegen. Jetzt erscheint der Ort nicht nur auf der Landkarte der Medienwelt, er ist auch ausgebucht. «Keine Frage», sagte der Herausgeber der örtlichen «Hudson Valley News», «die Clinton-Hochzeit hat die Rezession in Rhinebeck beendet».


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31.07.2010

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