Poker-Raub: Letzter Verdächtiger gefasst

Berlin.  Genau zwei Wochen nach dem spektakulären Überfall auf ein Poker-Turnier in Berlin sind alle vier mutmaßlichen Räuber gefasst. Die Polizei nahm den letzten Verdächtigen am Samstagabend auf dem Flughafen Tegel fest.

Der 19-Jährige kam mit einer Maschine aus Beirut im Libanon und stellte sich. Sein Anwalt hatte dies zuvor angekündigt, sagte Polizeisprecher Frank Millert. Wenige Stunden zuvor war ein 20-Jähriger ebenfalls in Tegel bei der Einreise festgenommen worden. Auch sein Anwalt hatte der Polizei vorher signalisiert, dass der Mann aufgeben will. Er soll in der Türkei gewesen sein. Zwei der mutmaßlichen Räuber sitzen bereits in Untersuchungshaft.

Nach den Verdächtigen war international gefahndet worden. Wo die Beute von 242 000 Euro ist, blieb zunächst unklar. Die vier jungen Männer sollen am 6. März ein Poker-Turnier im Hotel Grand Hyatt überfallen und die Beute unter sich aufgeteilt haben. Die Männer türkischer und arabischer Herkunft sind der Polizei bekannt: Sie standen unter anderem wegen Diebstahl und Raubüberfällen vor Gericht.

Am Montagabend hatte sich ein 21-Jähriger bei der Polizei gestellt. Er gab die Namen seiner Komplizen an. Nach ihnen war mit Fotos gefahndet worden. Am Mittwoch wurde der zweite Verdächtige in Berlin festgenommen. Der 20-Jährige war - eher zufällig - von einer Zivilstreife kontrolliert worden und hatte sich widerstandslos abführen lassen.


Kommentare (2)

21.03.2010 08:05 Uhr |   reinerhohn

let the punishment fit the crime

Man sollte sich mal gedanken machen, wie Strafen abschreckender gestaltet werden könnten (indem zb. überhaupt mal welche verhängt werden zwinkern). Bekanntermassen schrecken längere Gefängnisstrafen Schwerverbrecher nicht ab, Straftaten zu begehen. Wie wärs denn, wenn auch Gefängnisse outgesourced ( zwinkern ) werden? die Türkei muss sowieso noch zehntausende ihrer strafffällig gewordenen Bürger zurücknehmen, bei der Gelegenheit könnte man ein Abkommen treffen, das Türken ihre Strafen (inklusive Untersuchungshaft) grundsätzlich in der Türkei absitzen. Wäre erstens günstiger für den deutschen Steuerzahler, zweitens wäre der Abschreckungseffekt enorm und drittens würde man damit auch Erdogan entgegenkommen, der gefordert hat, das in D geborene türken wieder ihre Muttersprache lernen sollen. Dazu hätten sie dann im türkischen Knast reichlich Gelegenheit.
20.03.2010 20:50 Uhr |   Habenichts

Letzter Verdaechtiger gefasst

Das ist doch alles nicht so Tragisch,mit dem Überfall auf das Pokerturnier.Das ist doch eine kulturelle Bereicherung,wie es ja in den vielen Antworten auf angebliche Hasstiraden gegen Auslaender geklungen hat.Schreibt bloss nichts schlechtes gegen solche Leute,sonst werdet ihr als Auslaenderhasser betitelt oder seid womoeglich noch Nazis.

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20.03.2010

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