Opfereltern: Keine Einsicht bei Waffenlobby
Winnenden. Anlässlich des Urteils gegen den Vater des Amokläufers von Winnenden sehen die Hinterbliebenen keine Einsicht bei Waffenbesitzern und Schützenverbänden.
Sie setzten sich noch immer gegen eine bessere Kontrolle und Sicherung von Schusswaffen vor Missbrauch zur Wehr, kritisierte das „Aktionsbündnis Amoklauf Winnenden“ in einem offenen Brief. Vorschläge wie biometrische Sicherungssysteme einzuführen, die verhindern, dass jemand anderes als der Besitzer die Waffe benutzt, oder den Waffenbesitz ausschließlich an den Schießsport zu koppeln, würden abgelehnt, kritisierte der Sprecher des Bündnisses, Hardy Schober.
Stattdessen werde der Initiative der Angehörigen und Hinterbliebenen des Amoklaufs vom 11. März 2009 vorgehalten, sie stellten Waffenbesitzer und Schützen unter einen Generalverdacht. Dabei gehe es den Eltern und Angehörigen lediglich um mehr Sicherheit der Gesellschaft vor den zahlreichen Waffen in Privathaushalten. Schließlich sei auch niemand gegen die scharfen Sicherheitskontrollen an Flughäfen. Schober forderte ein generelles Verbot großkalibriger Kurzwaffen in Privathaushalten.
Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar
Autor: lsw | 10.02.2011
| Artikel twittern |
|
|
MEHR ARTIKEL ZUM THEMA
Kampf um Millionen
Jetzt geht es um finanzielle Folgen des Amoklaufs von Winnenden. Die Stadt verlangt von den Eltern des Täters 14 Millionen Euro. Das Urteil des Landgerichts Stuttgart gegen den Vater ist dabei unerheblich.... mehrUm 9.33 Uhr läuten am Sonntag die Glocken
Der dritte Jahrestag des Amoklaufs wird am kommenden Sonntag mit einem öffentlichen Gedenken ab 9.30 Uhr auf dem Marktplatz von Winnenden begangen. Um 9.33 Uhr läuten die Kirchenglocken - zu diesem Zeitpunkt drang vor drei Jahren der Verbrecher in die Albertville-Realschule ein.... mehr
Ein leeres Zimmer und ein leerer Platz am Tisch
Hardy Schober hat beim Amoklauf eine Tochter verloren und kämpft seither für ein verschärftes Waffengesetz. Jetzt hat er ein Buch geschrieben.... mehr
Stilles Gedenken auf Winnendens Marktplatz
Winnenden Fern des Tatorts wird die Stadt Winnenden am 11. März an die Opfer des Amoklaufs in der Albertville-Realschule erinnern. Auf dem Marktplatz ist ein stilles Gedenken vorgesehen - ohne politische Beiträge.... mehr
Winnenden: Eine Chronologie des Amoklaufes
Winnenden Tim K. erschießt am 11. März 2009 in Winnenden und Wendlingen 15 Menschen mit einer Pistole seines Vaters. Dann tötet er sich selbst. Die Amoklauf im Detail.... mehr
Vater des Amokläufers von Winnenden muss nicht in Haft
Stuttgart Es war ein Stellvertreter-Prozess um den Amoklauf von Winnenden. Denn der Amokläufer Tim K. hatte sich selbst gerichtet. Sein Vater musste sich vor Gericht verantworten, weil er die Tatwaffe nicht im Tresor verwahrt hatte. Es ging glimpflich für ihn aus.... mehrMEISTGELESENE ARTIKEL
Transporter rast mit hohem Tempo auf Wohnmobil
Langenau Noch unklar ist die Ursache für einen schweren Auffahrunfall am Donnerstag auf der Autobahn 7 bei Langenau, bei dem ein Transporter mit extrem hohem Tempo auf ein Wohnmobil auffuhr. Drei Menschen wurden dabei schwer verletzt, eine Katze wird vermisst.... mehr
Schwerer Vorfahrtunfall auf neuer Kreuzung bei Brenz
Weil eine Autofahrerin die Vorfahrt nicht beachtete, kam es am Dienstag zu einem verheerenden Unfall auf der neuen Bundesstraße 492: Die Unfallverursacherin wurde lebensgefährlich verletzt.... mehr
Schulbus durchbricht Leitplanke und kippt um
Burgrieden/Rot Der Fahrer eines mit elf Schülern besetzten Schulbuses ist am Donnerstagmittag von der Straße abgekommen, durch eine Leitplanke gebrochen und anschließend im Graben auf die Seite gekippt. Ein Großaufgebot an örtlichen und überregionalen Kräften von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei musste zum Einsatz anrücken.... mehr
Ruf nach Heim ohne Waffen - Memminger Schütze knackte gesicherten Tresorraum seines Vaters
Memmingen/Stuttgart Nach dem Memminger Amok-Alarm fordern Grüne und Opferverbände ein schärferes Waffenrecht. Der 14-Jährige hatte Waffen des Vaters entwendet.... mehr
Fremde Feder - Hans Küng: Papst provoziert Ungehorsam
Auf dem alternativen wie auf dem offiziellen Katholikentag in Mannheim herrschten allgemein Unmut und Frustration über die Verschleppung innerkirchlicher Reformen. Im scharfen Kontrast dazu bereitet Papst Benedikt XVI. für Pfingsten offensichtlich die definitive Versöhnung der katholischen Amtskirche mit den traditionalistischen Piusbrüdern, deren Bischöfen und Priestern vor.... mehr

ZURÜCK