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10.03.2010 16:46 Uhr |   paule46

Seligsprechung wäre ein fataler Schritt in die...

Während des Pontifikats von Johannes Paul II. wurden diejenigen Kräfte innerhalb der katholischen Kirche gestärkt, denen Geist und Ergebnisse des 2. Vatikanischen Konzils im Widerspruch zu ihrem Gottes- und Kirchenverständnis standen. Die von Johannes XXIII. intendierte Öffnung der Kirche wurde als kircheninterner Betriebsunfall mit Bedauern zu Kenntnis genommen und alles daran gesetzt, das Rad der Kirchengeschichte wieder auf vorkonziliaren Kurs auszurichten.

Für die Verweigerung der Konzilkonzeption einer „ecclesia semper reformanda“ ist Johannes Paul II. verantwortlich. Diese von ihm zu verantwortende fatale innerkirchliche Fehlentwicklung jetzt auch noch mit der unverantwortlichen Entscheidung einer Seligsprechung zu schmücken, wäre ein unverantwortlicher Vorgang und würde den Kirchenaustritt vieler Menschen mit ihren Füßen nur noch weiter vorantreiben.

Paul Haverkamp, Lingen

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