Mindestens 13 Tote bei neuem Anschlag in Pakistan

Islamabad.  Nur einen Tag nach dem verheerenden Doppelanschlag in Lahore hat sich in Pakistan am Samstag erneut ein Selbstmordattentäter in die Luft gesprengt und mindestens 12 Menschen mit in den Tod gerissen.

Weitere 54 Menschen wurden bei der Attacke in einer belebten Straße in Mingora, der größten Stadt im Swat-Tal im Nordwesten des Landes, nach Krankenhausangaben verletzt. Der Selbstmordattentäter brachte seinen Sprengsatz zur Explosion, nachdem Sicherheitskräfte ihn stoppen wollten, wie die Polizei mitteilte. Der Attentäter, der zu Fuß unterwegs war, hatte vor, in ein Regierungsgebäude einzudringen.

Erst am Freitag hatten zwei Selbstmordattentäter in der ostpakistanischen Metropole Lahore mindestens 48 Menschen mit in den Tod gerissen und rund 100 weitere Menschen verletzt.

Radikalislamische Extremisten verüben verstärkt Anschläge auf pakistanische Sicherheitskräfte, seit die Armee im vergangenen Herbst mit einer Militäroffensive gegen Aufständische im Grenzgebiet zu Afghanistan begonnen hat. In letzter Zeit sind die Sicherheitskräfte mit harter Hand gegen Gruppen mit Verbindungen zu den Taliban vorgegangen, was vorübergehend zu einem Abflauen der Anschläge führte. Die jüngste Zunahme der Bombenanschläge von Islamisten schürt jedoch Befürchtungen, dass sich die Aufständischen unterdessen umgruppiert und ihre Schlagkraft wieder verstärkt haben.


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13.03.2010

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