Gaucks Wagen in Unfall verwickelt

München.  Eine Woche vor der Bundespräsidentenwahl ist der Wagen des Kandidaten von SPD und Grünen, Joachim Gauck, in einen schweren Verkehrsunfall verwickelt worden. Auf dem Weg vom Landtag zum Flughafen erfasste die Limousine nach Angaben der Polizei einen 29 Jahre alten Radfahrer.

Der Mann wurde schwer verletzt, befand sich nach Angaben der SPD-Landtagsfraktion aber am Nachmittag nicht mehr in Lebensgefahr. Gauck, der auf dem Rücksitz des Autos saß, blieb unverletzt. Der Kandidat habe den verletzten Radfahrer schon im Krankenhaus besucht, sagte ein Fraktionssprecher.

Gauck sei sehr betroffen von dem Unfall, aber auch erleichtert, dass der Mann nicht mehr in Lebensgefahr war. Sein Chauffeur, ein langjähriger Fahrer der SPD-Fraktion, blieb ebenso unverletzt wie zwei Mitarbeiter Gaucks, die ebenfalls im Wagen saßen. Gauck hatte zuvor bei den Wahlleuten der Landtagsfraktionen um Stimmen für die bevorstehende Bundespräsidentenwahl am 30. Juni geworben. Er sagte nach dem Unfall nach Angaben der SPD alle Nachmittagstermine ab.

Wie die Polizei mitteilte, war der Radfahrer mit seinem Mountainbike unerlaubt auf dem Gehweg der linken Straßenseite unterwegs. Dann fuhr er unvermittelt zwischen geparkten Fahrzeugen hindurch auf die Straße, um diese zu überqueren. Deshalb sei er von Gaucks Fahrer erst im letzten Moment gesehen worden, sagte ein Polizeisprecher. Ein parkender Kleinbus habe dem Fahrer zudem die Sicht erschwert. Der Radfahrer wurde frontal von der Limousine erfasst, über die Motorhaube gegen die Windschutzscheibe geschleudert und stürzte dann zurück auf die Fahrbahn. Er blieb bewusstlos liegen und wurde in kritischem Zustand in eine Klinik gebracht. Einen Fahrradhelm hatte der 29-Jährige laut Polizei nicht getragen.


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23.06.2010

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