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Fall Kiesewetter: Doch Kontakt zur rechten Szene?

Der Unterstützer der rechtsextremen Terrorzelle "Nationalsozialistischer Untergrund" (NSU), der jahrelang Informant der Berliner Polizei gewesen sein soll, hat angeblich mehrfach Hinweise auf untergetauchte NSU-Mitglieder geliefert und auch Sprengstoff für die Gruppe besorgt.

Autor: DPA/ARD |
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Der Unterstützer der rechtsextremen Terrorzelle "Nationalsozialistischer Untergrund" (NSU), der jahrelang Informant der Berliner Polizei gewesen sein soll, hat angeblich mehrfach Hinweise auf untergetauchte NSU-Mitglieder geliefert und auch Sprengstoff für die Gruppe besorgt. Der Vorsitzende des zuständigen Untersuchungsausschusses im Bundestag, Sebastian Edathy (SPD), sprach gestern von einer neuen Qualität in der Affäre. Wie berichtet, war das Detail während der Ausschusssitzung am Donnerstag bekannt geworden. Das Landeskriminalamt hatte die Mitglieder zuvor nicht informiert.

Das ARD-Magazin "Report München" berichtet, der Ausschuss habe "viel Zeit" damit verbracht, einen Patenonkel der Polizistin Michèle Kiesewetter zu vernehmen, die 2007 in Heilbronn erschossen wurde. Dieser Patenonkel habe eine Lebensgefährtin gehabt, die Kontakte in die rechtsextreme Szene haben soll und nun mit einem Rechtsextremisten verheiratet sei. Bei der Frau handelt es sich um eine Thüringer Polizistin, die 2009 vorübergehend vom Dienst suspendiert worden war, weil sie Polizeidaten abgefragt und weitergegeben hatte. Bislang hieß es stets, es gebe keinen Anhaltspunkt für Kontakte Kiesewetters zur rechten Szene.

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