Angst vor Ausbreitung radioaktiver Strahlung
Moskau. Waldbrände in der Nähe des ehemaligen Atomkraftwerks Tschernobyl haben in Russland Angst vor einer Ausbreitung radioaktiver Strahlung ausgelöst. Bislang hätten Experten aber keine erhöhten Werte feststellen können, erklärte Irina Jegoruschkina vom Ministerium für Katastrophenschutz am Mittwoch.
In der bei der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl 1986 stark verseuchten Region Brjansk an der ukrainischen Grenze seien in dieser Woche sechs Waldbrände ausgebrochen, die mittlerweile alle gelöscht seien.
Umweltschützer hatten zuvor gewarnt, die radioaktiven Partikel im Waldboden könnten durch Brände in die Luft gewirbelt werden. Wind könnte den giftigen Staub dann in andere Gebiete tragen. Selbst geringe Mengen könnten für den Menschen schädlich sein, erklärten Greenpeace und andere Umweltorganisationen.
Der Leiter der Forstbehörden in Brjansk, Wladimir Rosinkewitsch, räumte ein: „Es besteht ein Risiko.“ Die Kontrollen in den betroffenen Waldgebieten seien verschärft worden, sagte Rosinkewitsch. Nach Angaben der Bundesbehörde für Waldschutz sind in Brjansk und weiteren bei der Tschernobyl-Katastrophe verseuchten Gebieten insgesamt 3.900 Hektar Wald verbrannt. Ob dabei tatsächlich radioaktive Partikel aufgewirbelt wurden, sei aber noch unklar, sagte der stellvertretende Behördenchef Wassili Tusow.
Der europäische Teil Russlands leidet seit Wochen unter einer Hitzewelle, in ausgetrockneten Torfmooren und Wäldern wüteten am Mittwoch 600 Brände. Insgesamt stehe eine Fläche von über 90.000 Hektar in Flammen, teilte das Katastrophenschutzministerium mit. 165.000 Einsatzkräfte mit 39 Löschflugzeugen versuchten, der Katastrophe Herr zu werden.
Experten der in den Niederlanden ansässigen Umweltschutzorganisation Wetlands International (zu deutsch: Sumpfgebiete international) warnten indes, es könnte Monate dauern, die Torfmoor-Feuer rund um Moskau zu löschen. Selbst wenn keine Flammen mehr sichtbar seien, könne das Feuer unterirdisch weiter schwelen. Die beste Abhilfe wäre, die Kanäle zur Entwässerung der Moore zu stauen und den Torf unter Wasser zu setzen, erklärte Wetlands International.
Die brandenburgische Landesregierung kündigte an, sie werde 25.000 Atemschutzmasken nach Russland schicken. Auch Waldpflüge und Notstromaggregate sollten in die Partnerregion Moskauer Gebiet entsandt werden.
Unterdessen startete die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) ein neues Online-Portal mit Informationen über Brände. Das neue Global Fire Information Management System (GFIMS) spüre mit Hilfe von Satelliten der NASA Brandherde auf und zeige diese nahezu in Echtzeit im Internet an, erklärte die FAO. Nutzer könnten sich Informationen über Brände aus dem Internet herunterladen oder sich per E-Mail über neue Entwicklungen informieren lassen.
Umweltschützer hatten zuvor gewarnt, die radioaktiven Partikel im Waldboden könnten durch Brände in die Luft gewirbelt werden. Wind könnte den giftigen Staub dann in andere Gebiete tragen. Selbst geringe Mengen könnten für den Menschen schädlich sein, erklärten Greenpeace und andere Umweltorganisationen.
Der Leiter der Forstbehörden in Brjansk, Wladimir Rosinkewitsch, räumte ein: „Es besteht ein Risiko.“ Die Kontrollen in den betroffenen Waldgebieten seien verschärft worden, sagte Rosinkewitsch. Nach Angaben der Bundesbehörde für Waldschutz sind in Brjansk und weiteren bei der Tschernobyl-Katastrophe verseuchten Gebieten insgesamt 3.900 Hektar Wald verbrannt. Ob dabei tatsächlich radioaktive Partikel aufgewirbelt wurden, sei aber noch unklar, sagte der stellvertretende Behördenchef Wassili Tusow.
Der europäische Teil Russlands leidet seit Wochen unter einer Hitzewelle, in ausgetrockneten Torfmooren und Wäldern wüteten am Mittwoch 600 Brände. Insgesamt stehe eine Fläche von über 90.000 Hektar in Flammen, teilte das Katastrophenschutzministerium mit. 165.000 Einsatzkräfte mit 39 Löschflugzeugen versuchten, der Katastrophe Herr zu werden.
Experten der in den Niederlanden ansässigen Umweltschutzorganisation Wetlands International (zu deutsch: Sumpfgebiete international) warnten indes, es könnte Monate dauern, die Torfmoor-Feuer rund um Moskau zu löschen. Selbst wenn keine Flammen mehr sichtbar seien, könne das Feuer unterirdisch weiter schwelen. Die beste Abhilfe wäre, die Kanäle zur Entwässerung der Moore zu stauen und den Torf unter Wasser zu setzen, erklärte Wetlands International.
Die brandenburgische Landesregierung kündigte an, sie werde 25.000 Atemschutzmasken nach Russland schicken. Auch Waldpflüge und Notstromaggregate sollten in die Partnerregion Moskauer Gebiet entsandt werden.
Unterdessen startete die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) ein neues Online-Portal mit Informationen über Brände. Das neue Global Fire Information Management System (GFIMS) spüre mit Hilfe von Satelliten der NASA Brandherde auf und zeige diese nahezu in Echtzeit im Internet an, erklärte die FAO. Nutzer könnten sich Informationen über Brände aus dem Internet herunterladen oder sich per E-Mail über neue Entwicklungen informieren lassen.
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Autor: Vladimir Isachenko | 11.08.2010
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Noch lodern in weiten Teilen Russlands die Waldbrände. Zwischenzeitlich ist durch das Feuer auch das eheamlige Atomkraftwerk Tschernobyl (rechts) bedroht.
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