Angeklagter schweigt im Corinna-Mordprozess

Leipzig.  Die Leiche von Corinna wurde 250 Meter von ihrem Elternhaus entfernt in Eilenburg (Sachsen) aus dem Wasser geborgen. Eingeschnürt in einen Plastiksack wurde das tote Mädchen im Juli 2009 in dem Fluss Mulde gefunden.

Der mutmaßliche Mörder muss sich seit Freitag vor dem Leipziger Landgericht verantworten. Der 39-Jährige schwieg zum Auftakt des Prozesses. Die Anklage wirft ihm Mord, sexuellen Missbrauch und Nötigung von Kindern vor.

Der Angeklagte habe versucht, die Neunjährige in einem Bauwagen auf seinem Gartengrundstück zu missbrauchen, sagte Staatsanwalt Ulrich Jakob. «Weil Corinna sich heftig dagegen wehrte, erwürgt er sie.» Noch nach dem Tod des Mädchens habe er sich sexuell an dem Kind vergangen. Anschließend habe er Corinnas Leiche in eine Müllsack gesteckt und in einen Nebenarm der Mulde geworfen. Der Mann war betrunken, er hatte nach einem Gutachten 2,34 Promille im Blut.

Nur wenige Tage nach dem Verschwinden des Mädchens war der Verdächtige gestellt worden. Nach einem ersten Geständnis bei der Polizei nach der Festnahme äußerte er sich nicht mehr.

Am ersten Prozesstag sagten mehrere Polizisten aus. Darunter waren auch die beiden Beamten, die den mutmaßlichen Mörder zuerst vernommen hatten. Er habe sich selbst als Alkoholiker bezeichnet, bereits morgens habe er Schnaps und die ersten Biere gebraucht, berichtete ein Polizist. Eine 57 Jahre alte Polizistin sagte, er habe alle Vorwürfe eingeräumt und den genauen Hergang der Tat geschildert. Der Mann habe auch eingeräumt, schon länger davon geträumt zu haben, ein Kind zu missbrauchen.

Laut Polizei führte die Aussage des Lebensgefährten der Mutter des Angeklagten auf die Spur des mutmaßlichen Mörders. So sei er am Tattag mit nasser Kleidung gesehen worden, obwohl es nicht geregnet hatte. Zudem habe eine Anwohnerin den 39-Jährigen mit Corinna an dem Tag gesehen.

Für den Prozess sind noch vier weitere Verhandlungstage geplant. Das Urteil soll voraussichtlich am 31. März fallen.


zu diesem Artikel sind keine Beiträge vorhanden

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

Sie können noch Zeichen als Text schreiben
Für registrierte Nutzer
Bitte anmelden, um Ihren Kommentar abzuschicken
Für noch nicht registrierte Nutzer
Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken.








Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:


12.03.2010

Google 1+

Türsteherpoltik in Crailsheim in der Kritik

Daheim Geburtstag zu feiern ist ganz schön, aber zum Schluss mit der ganzen Clique noch in die Diskothek zu gehen, hat auch was. Also machte das kürzlich auch die ältere Tochter des Crailsheimer Bürgermeisters Herbert Holl so.... mehr

Neu-Ulmer Bordell-Chefin wehrt sich gegen Vorwürfe

Neu-Ulm Der in einem Neu-Ulmer Bordell aufgefundene Tote wird nicht obduziert. Die Polizei ist sicher: Der 36-Jährige starb durch einen autoerotischen Unfall. Derweil hat sich die Bordellchefin zu Wort gemeldet.... mehr

Inferno in der Hechinger Altstadt

Hechingen Der größte Altstadtbrand der jüngeren Hechinger Geschichte tobte gestern Abend in der Markt- und Schlossstraße. Dramatische Rettungsszenen spielten sich ab. Neun Menschen wurden verletzt.... mehr

Hechinger Brandruinen qualmen noch

Am Tag nach dem Großbrand in der Hechinger Altstadt qualmt es immer noch aus den Brandruinen. Feuerwehrleute sind auch 20 Stunden nach Ausbruch des Feuers noch mit Löscharbeiten beschäftigt.... mehr

Haussklave erhängt sich bei Sex-Spiel in Neu-Ulmer Bordell

Neu-Ulm Ein 36-jähriger Hausbediensteter hat sich am Montag im Neu-Ulmer Bordell „Lili M.“ bei einem Sex-Experiment offenbar zu Tode stranguliert.... mehr

Ein Raub der Flammen

So einen Brand wie gestern am frühen Abend haben die Hechinger mitten in der Altstadt schon seit vielen, vielen Jahren nicht mehr gesehen. Der Altbaukomplex an der Ecke Marktstraße/Schlossstraße wurde ein Raub der Flammen. Von vier Drehleitern aus schützten die Feuerwehren die Nachbargebäude.... mehr