Violinsonaten-Konzert für Ulmer Krebsberatungsstelle

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Ilona Then-Bergh und Michael Schäfer.  Foto: 

Für einen guten Zweck – zugunsten der Ulmer Krebsberatungsstelle – spielen die Geigerin Ilona Then-Bergh und der Pianist Michael Schäfer aus München am Samstag, 19 Uhr, ein Benefizkonzert in der Ulmer Sparkasse.

Zum Auftakt spielen Sie Vivaldis Sonate D-Dur in einer Respighi-Bearbeitung. Was ist das für ein Stück?

Michael Schäfer: Vivaldi hat hunderte von Sonaten komponiert, eine der schönsten ist die in D-Dur. Respighi hat dem dünnen Generalbass der Sonate ein fülliges Gewand verliehen, und seitdem kann man das wunderbare Werk auch auf einem Konzertflügel spielen. Respighis Fassung ist heute mittlerweile selbst historisch; sie zeigt, wie man damals barocke Musik verstanden hat.

Dann folgt Beethovens erste Violinsonate in D-Dur, op. 12. Was fasziniert sie an diesem Frühwerk?

Ilona Then-Bergh: Die Sonate ist ein tolles Beispiel für die revolutionäre Frische des jungen Beet­hoven. Sie hat sehr viel Witz und Esprit und wartet mit Klängen auf, die es so vorher bei Haydn und Mozart noch gar nicht gab. Beethoven hat mit diesem hoch konzertanten Werk echtes Neuland betreten, man spürt förmlich den Brandgeruch der Revolution in dieser aufregenden, mitunter regelrecht harschen Musik.

Das Hauptwerk des Abends ist dann aber trotzdem die Sonate von Richard Strauss?

Then-Bergh: Für uns ist das eine der schönsten Violinsonaten überhaupt. Da wir aus München stammen, wollten wir auch etwas Münchnerisches mitbringen (lacht). Was wir an dem Werk so lieben, sind seine Verve und Schwung, die überschwänglich positive Gestimmtheit.

Als Duo haben Sie ein Faible für Entdeckungen und dafür beim Label Genuin sogar die CD-Reihe „Unerhört“.

Schäfer: Das stimmt, unser Herz schlägt ganz besonders für verborgenen Kammermusik-Schätze. Bei einem Benefiz-Abend spielen wir dann aber doch eher bekanntes Repertoire. Wir arbeiten aber schon an der nächsten Entdeckung: eine Violinsonate von ­Leonid Sabeneev.

Info Das Konzert ist am Samstag, 19 Uhr, in der Sparkasse (Studio Neue Mitte). Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten.

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