Unterbrochenes Kammerkonzert im Stadthaus

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Was für ein aufregendes Konzert im Stadthaus! Einmal rein von den Werken her gesehen, die die acht Musiker des Theaters Ulm beim 4. Kammerkonzert auswärts aufs Programm gesetzt hatten: Zuerst Jörg Widmanns Oktett aus dem Jahr 2004, im zweiten Teil des Abends dann Franz Schuberts 180 Jahre früher entstandenes Oktett in F-Dur. Zum anderen wegen eines Notfalls: Mitten im vierten  Satz des Widmann-Werkes sank ein Zuhörer bewusstlos zu Boden.

Die Unruhe und Besorgnis um den Zustand des Mannes verbreiteten sich wie ein Lauffeuer in Saal, die Musiker hörten auf zu spielen, der Notdienst wurde alarmiert. Nach 15 unruhigen Minuten zwischen Hoffen und Bangen erschienen die Rettungssanitäter im Stadthaus. Der Mann kam wieder zu sich und konnte, von den Sanitätern unterstützt, selbstständig den Saal verlassen.

Und die Musiker? Sie setzten nach einer kurzen Beratung dort an, wo sie die bis dahin ungemein spannende Darbietung des modernen Werkes des international gefragten Münchner Komponisten Widmann, das sich klar auf das große Vorbild von Schubert bezieht, unterbrochen hatten. Den meisten Besuchern blieb der Schrecken trotzdem spürbar in den Knochen sitzen, so dass man das Konzert mit gutem Grund auch hätte abbrechen können.

Nun denn, es ging weiter, nach der Pause auch mit Schubert. Es sprach für die Professionalität der Musiker, dass sie dessen Oktett mit Bravour zum Abschluss brachten. Ein Genuss für alle, die sich auf die Musik konzentrieren konnten. Burkhard Schäfer

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