Task-Force im Fall Gurlitt beendet Arbeit

Die Taskforce "Schwabinger Kunstfund" zur Erforschung der umstrittenen Kunstsammlung von Cornelius Gurlitt soll Ende 2015 ihre Arbeit beenden. Das bestätigte ein Sprecher von Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU). Das sei von Anfang an vorgesehen gewesen, betonte er.

|
Monika Grütters: Gurlitt- Taskforce nur bis Ende des Jahres.  Foto: 

Ende 2014 hatten Deutschland, Bayern und das Kunstmuseum Bern als Erbe der Sammlung vereinbart, dass die Expertenkommission bis Ende 2015 alle Werke begutachten oder zumindest einen Bericht zum Stand der Dinge vorlegen soll. Nach den Vorstellungen von Grütters soll es zu dem "dann noch verbleibenden Forschungsbedarf" ein Folgeprojekt beim Deutschen Zentrum Kulturgutverluste in Magdeburg geben.

Die Taskforce war 2013 eingesetzt worden, um die Gurlitt-Sammlung auf NS-Raubkunst hin zu untersuchen. Nach Angaben des bayerischen Kunstministeriums ist die Recherche in Hunderten Fällen nicht abgeschlossen. Nur bei vier Kunstwerken wurde festgestellt, dass und wem sie während der NS-Zeit geraubt oder abgepresst wurden. Zu 104 weiteren Werken liegen laut Ministerium 113 Ansprüche vor.

In Gurlitts Münchner Wohnung waren 2012 rund 1280 Kunstwerke beschlagnahmt worden, zwei Jahre später tauchten weitere 238 Gemälde in seinem verwahrlosten Haus in Salzburg auf. Das Kunstmuseum Bern - rechtmäßiger Erbe der Sammlung Gurlitt - hatte zugesagt, die Forschungen auch nach Abschluss der Arbeiten der Taskforce weiterzuführen.

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Wegen Aufnahmeritualen entlassene Soldaten legen Berufung ein

Im Juli hatten Verwaltungsrichter die Entlassung von vier Soldaten der Pfullendorfer Kaserne für rechtens erklärt. Dagegen gehen die Soldaten jetzt in Berufung. weiter lesen