Sasha Waltz begräbt einen Lebenstraum

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Choreographin Sasha Waltz bleibt trotz der zerplatzten Hoffnung auf mehr Geld vom Land vorerst in Berlin. Wenn es aber "anderswo Bedingungen gibt, die ich brauche, um künstlerisch arbeiten zu können, werde ich es möglicherweise annehmen".

Sie müsse Konsequenzen ziehen, nachdem Berlin eine Erhöhung der Zuwendungen abgelehnt habe, sagte die 50-Jährige. Die Verträge mit ihren festen Tänzern müsse sie auflösen. "Für mich ist das eine traurige Nachricht, ich begrabe einen Traum, an dem ich mein ganzes Leben gearbeitet habe."

Den Etat der Compagnie beziffert Waltz auf vier Millionen Euro im Jahr. Die Hälfte davon müsse das Ensemble selbst erwirtschaften. Aus der öffentlichen Förderung erhält sie insgesamt 1,8 Millionen Euro, die reichen nach Waltz" Darstellung jedoch nicht aus, um die festen Kosten zu tragen.

Trotzdem plane sie auch für 2014 Aufführungen in Berlin. Aus dem Repertoire von "Sasha Waltz & Guests" zeigt sie "Sacre", außerdem inszeniert sie im April "Tannhäuser" an der Staatsoper. Ihre Compagnie sei in der Stadt verwurzelt, das wolle sie nicht leichtfertig aufgeben, sagte Waltz. "Dennoch hat es einen Grund, dass ich in den vergangenen acht Jahren keine Premiere in Berlin aufgeführt habe." Sie werte auch die aktuelle Entscheidung der Abgeordneten als mangelnde Wertschätzung der Tanzkunst.

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