Richter: Goldschatz gehört der Ukraine

|

Der 2000 Jahre alte Goldschatz, den sich ein Amsterdamer Museum von vier Museen auf der Krim geliehen hat, gehört der Ukraine. Das hat ein Amsterdamer Richter gestern entschieden. Russland hatte die Krim annektiert und deshalb Anspruch auf den Schatz gestellt.

Die Kunstwerke waren zum Zeitpunkt der Annexion im Allard Pierson Archäologiemuseum der Universität Amsterdam ausgestellt. Sie müssten dem Staat zurückgegeben werden, der sie ausgeliehen hatte, befand der Richter. Dies sei die Ukraine. Er wies die Rückgabeforderung der vier Museen auf der Krim ab. Begründung: Die Krim sei nicht als souveräner Staat zu betrachten.

Die teuren Kunstwerke müssten drei weitere Monate lang an einem geheimen Ort in den Niederlanden aufbewahrt werden, ordnete das Gericht an. Denn es sei damit zu rechnen, dass gegen das Urteil Berufung eingelegt werde. Die Ukraine müsse 111 000 Euro für Lagerungs- und Versicherungskosten bezahlen. Bis zu einer endgültigen Entscheidung könnten nach Ansicht von Experten bis zu fünf Jahre vergehen.

Die Kulturministerin der Krim, Arina Nowoselskaja, nannte das Urteil politisch motiviert und nicht gesetzeskonform. Die Direktorin der Krim-Museen, Tatjana Umrichina, ließ keinen Zweifel daran, dass es einen Berufungsantrag geben werde. Das Kulturministerium in Moskau sprach von einem „äußerst negativen Präzedenzfall“.   dpa

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

52-Jähriger tötet Freundin und springt von Autobahnbrücke

Ein kreisender Hubschrauber hat am Mittwochabend im oberen Filstal für Aufsehen gesorgt. Ein 52-Jähriger hatte sich vom Maustobelviadukt in den Tod gestürzt. Zuvor hatte er im Landkreis Ludwigsburg seine Freundin getötet. weiter lesen