NOTIZEN vom 27. September

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Martin Kusej will auch in seiner zweiten Spielzeit am Münchner "Resi" kein "Wohlfühltheater."

Ehrung für Moers Festival

Das in seiner Existenz bedrohte traditionsreiche Jazz-Festival Moers erhält den Großen Kulturpreis der Sparkassen-Kulturstiftung Rheinland. Die Auszeichnung ist mit 30 000 Euro dotiert. Damit werde eines der wichtigsten Musikfestivals für zeitgenössische, improvisierte Musik geehrt, teilte die Stiftung mit. Mit dem Preis werde auch der Mut der Festivalmacher, stets neue, aktuelle Klangwelten zu präsentieren, belohnt. Die verschuldete niederrheinische Stadt Moers hat einen strikten Sparkurs eingeschlagen und will mehr als 40 Prozent ihrer Zuschüsse für das Festival streichen.

Donumenta 2012

Künstler aus 14 Ländern des Donauraumes präsentieren von Freitag an Werke bei der "donumenta" in Regensburg und Schwandorf. Die Ausstellung steht unter dem Motto "14 x 14 - Vermessung des Donauraumes. Positionen aktueller Kunst". Bisher hatte die "donumenta" jeweils aktuelle Kunst eines Donaulandes präsentiert. Zum zehnten Jubiläum hat man sich entschlossen, 14 Positionen von Künstlern aus den 14 mittel- und osteuropäischen Ländern zu zeigen.

Kusej: "Kein Kuschelkurs"

Der Intendant des Münchner Residenztheaters, Martin Kusej, will auch in seiner zweiten Saison als Chef kein Wohlfühl-Theater. "Für einen Kuschelkurs bin ich nicht zu haben", sagte er. "Dafür habe ich schon viel zu viel in die Fresse gekriegt". Im Vergleich zur ersten Saison werde er aber das Tempo etwas drosseln müssen. In dieser Spielzeit wird das Bayerische Staatsschauspiel weniger radikal und setzt mehr auf die Klassiker. Sie startet kommende Woche mit Shakespeares "Der Widerspenstigen Zähmung".

SWR will Schlussakkord

Im Streit um Kürzungen bei den SWR Rundfunkorchestern in Stuttgart und Freiburg naht der Schlussakkord. Der Rundfunkrat des Senders will am Freitag entscheiden, wie viele Musiker künftig beschäftigt werden sollen. Das Gremium hatte im Juni entschieden, dass sich die Orchester am Sparkurs beteiligen müssen - mit fünf Millionen Euro. Die Kritiker der Fusion riefen zum Protest auf. Auf einer Internetseite (www.orchesterretter.de) trugen sich 28 000 SWR-Hörer ein.

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