NOTIZEN vom 16. Januar

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Drehte seinen letzten Film im Rollstuhl: Skandal-Regisseur Nagisa Oshima.

Nagisa Oshima ist gestorben

Sex, Verbrechen und Gewalt - mit diesen Themen sorgte der japanische Regisseur Nagisa Oshima weltweit für Aufsehen. Sein Skandalfilm "Im Reich der Sinne" wurde 1976 auf der Berlinale wegen Pornografie-Verdachts beschlagnahmt. Er handelt von einem Paar, das sexuelle Obsessionen bis hin zu Kastration und Mord beim Geschlechtsverkehr auslebt. International berühmt wurde er durch "Im Reich der Leidenschaft" (1978), die japanisch-britische Co-Produktion "Merry Christmas, Mr. Lawrence" (1983) mit David Bowie und dem französischen Film "Max, mon amour" (1986). Am Dienstag ist Japans führender Vertreter der "Nouvelle Vague" japanischen Medien zufolge im Alter von 80 Jahren einer Lungenentzündung erlegen. Er starb in einem Krankenhaus seines Wohnortes Fujisawa nahe Tokio. Seinen letzten Film "Tabu" ("Gohatto", Die Vergessenen), in dem es um Homosexualität unter Samurai geht, hatte Oshima 1999 nach 13 Jahren Regie-Pause im Rollstuhl gedreht.

Comic über Jeanne dArc

Im französischen Angoulême beginnt am 31. Januar das bedeutendste Comic-Festival Europas. Das seit 1974 veranstaltete Festival International de la Bande Dessinée dauert bis 3. Februar (www.bdangouleme.com/). Es lockt jedes Jahr rund 200 000 Besucher an. Parallel dazu gibt es von 27. Januar an das 27. Festival christlicher Comics. Dessen Jury zeichnete jetzt den französischen Schriftsteller und Philosophen Fabrice Hadjadj (41) für seine Version von "Jeanne la Pucelle" (Die Jungfrau Johanna) aus, die er gemeinsam mit dem Zeichner Jean-Francois Cellier realisierte. Der Band erschien zum 600. Geburtstag von Jeanne d"Arc (1412-1431).

Chamisso-Preis vergeben

Die ukrainische Schriftstellerin Marjana Gaponenko (31) erhält für ihren Roman "Wer ist Martha?" den Adelbert-von-Chamisso-Preis. Verliehen wird die mit 15 000 Euro dotierte Auszeichnung der Robert-Bosch-Stiftung am 28. Februar. Förderpreise zu je 7000 Euro gehen an Matthias Nawrat für "Wir zwei allein" und Anila Wilms für "Das albanische Öl oder Mord auf der Straße des Nordens". Die Jury lobte Gaponenkos "neuen, aufregenden Ton", den sie in die deutschsprachige Gegenwartsprosa brachte.

"Mythos Atelier" verlängert

Die Staatsgalerie Stuttgart schließt mit rund 284 000 Besuchern ein erfolgreiches Jahr ab. 2012 sahen die Ausstellungen und die Sammlung des Museums 42 Prozent mehr Besucher als im Vorjahr. Ihre bislang größte und erste multimediale Sonderschau, "Mythos Atelier" zur Bedeutung des Künstlerateliers und seine Darstellung in der Moderne, wird bis 3. März verlängert. Der Parcours durch Alte und Neue Staatsgalerie umfasst 185 Exponate von mehr als 70 Künstlern.

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