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    Was treibt den Extrem-Bergsteiger Reinhold Messner an? Der Film "Messner" versucht es zu ergründen.
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Messner

Alle vierzehn Achttausender, der Mount Everest als erster ohne künstlichen Sauerstoff - und dann auch noch im Alleingang. Rekorde kennzeichnen das Leben von Reinhold Messner. Was trieb ihn? Der Filmemacher Andreas Nickel geht in seinem halbdokumentarischen Werk "Messner" auf die Suche nach den Gründen für Messners rastlosen Ehrgeiz, den unbändigen Willen und die unermüdliche Suche nach neuen Zielen. Beeindruckende Aufnahmen schwindelerregend steiler Wände, faszinierende Ansichten schneebedeckter Berggipfel, an denen man sich kaum sattsehen kann. Nickel lässt Brüder und frühere Gefährten wie Hans Kammerlander und Peter Habeler zu Wort kommen. Kritische Töne bleiben allerdings eher vorsichtig (Dtld. 2012, 108 Min., FSK 6).

The Deep Blue Sea

Die 40-jährige Lady Collyer bricht die Ehe mit ihrem älteren Juristen-Ehemann, als sie den jungen Hallodri und Weltkriegsflieger Freddie kennenlernt. Statt Zärtlichkeit und

Geborgenheit, erlebt sie bei ihm pure sexuelle Leidenschaft. Im kargen London der Nachkriegszeit setzt die Liebende jedoch alles aufs

Spiel, als sie ihren goldenen Käfig verlässt. Nach Terence Rattigans erfolgreichem Bühnenstück "The Deep Blue Sea" (1952) schuf der renommierte Drehbuchautor und Regisseur Terence Davies ein exquisites Film-Melodram (GB 2011, 98 Minuten, FSK 0).

Bombay Beach

Eine surreal anmutende Dokumentation über US-Bürger am Rand des American Dream: Alma Harel erzählt vom Leben dreier Protagonisten, Bewohner einer sterbenden Stadt am kalifornischen Salton Sea: CeeJay kam aus L.A hierher, nachdem sein Vetter ermordet wurde. Red blickt auf ein langes Leben zurück, bezeichnet sich selbst

als "Rumtreiber". Benny, sieben Jahre alt, hat zu kämpfen: mit ADHS, mit den Nebenwirkungen von Medikamenten, einer schwierigen Kindheit. Regisseurin Harel, die bisher vor allem Musikvideos gedreht hat, experimentiert in "Bombay Beach" mit Improvisationen und Tanzszenen. Mit den Protagonisten des Films lebte die aus Israel stammende Künstlerin über Monate zusammen. Musik kommt von der US-Band Beirut und Bob Dylan (USA 2011, 76 Min., FSK 6).

Der Fluss war einst . . .

"Der Fluss war einst ein Mensch": Auf einer Afrika-Reise begegnet ein junger Europäer einem alten Fischer. Dieser nimmt ihn mit auf seinem Holzboot, tief hinein in die Sümpfe des Okavango-Deltas. Am nächsten Morgen jedoch ist der Fischer weg, und der Deutsche ganz allein auf sich gestellt. Inmitten der Natur und einer ihm völlig fremden Kultur muss sich der Reisende seinen Ängsten stellen (Dtld. 2011, 83 Min., FSK 6).

Schutzengel

Nach romantischen Komödien wie "Keinohrhasen", "Zweiohrküken" und "Kokowääh" greift Til Schweiger nun zur Waffe. In "Schutzengel" erzählt er von einem ehemaligen Elitesoldaten, der in einem Schutzprogramm für die Sicherheit der Zeugen sorgen soll, die in einem Prozess aussagen werden. Trotz aufwendig inszenierter Schießereien und Explosionen ist "Schutzengel" freilich kein echter Action-Film. Es scheint vielmehr so, als habe Schweiger Angst, seine Fans durch zu harte Action zu verschrecken. Der Patronenverbrauch ist zwar immens, doch gerade dadurch wirken manche Szenen unfreiwillig komisch: Es hat etwas von einer Action-Persiflage, wenn ein Dutzend schwerbewaffneter Waffenmänner eine völlig frei auf einer Wiese stehende Scheune unter Beschuss nimmt, der Hauptprotagonist Max sie aber alle erledigt. Man muss Schweiger zugutehalten, dass er thematisieren will, wie sich Soldaten fühlen, die Frauen und Kinder alleine lassen, um in den Krieg zu ziehen. Doch wirklich tiefgehend will oder kann er sich nicht damit auseinandersetzen. Als im Film die Waffen kurz schweigen, wird kurz darüber gesprochen, wie es ist im Krieg, wie es sich anfühlt, jemanden zu töten. Wirklich nahe geht das nicht, der Zuschauer bleibt ratlos zurück (Dtld. 2012, 132 Minuten, FSK 16).

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