Nervenschwach im Krieg: Breths "Prinz von Homburg"

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Mit dem schwierigen Kleist-Drama "Der Prinz von Homburg" hat am Samstag das Schauspielprogramm der Salzburger Festspiele begonnen.

Es ist eine zerstörte Welt, in die Andrea Breth in ihrer Inszenierung von Kleists Drama "Prinz Friedrich von Homburg" führt. Sie lässt den Konflikt zwischen Disziplin und Emotion tödlich enden. Das hochkarätige Ensemble mit August Diehl als Prinz und Peter Simonischek als Kurfürst an der Spitze wurde vom Premierenpublikum im Salzburger Landestheater mit großem Applaus gefeiert.

Breth hat gemeinsam mit Dramaturg Wolfgang Wiens, der während der Vorbereitungszeit starb, den Text auf zweieinhalb Stunden eingedampft und beherzte Striche vor allem dort gesetzt, wo es um Nationalismen und Historisches geht. Sie zeichnet eine Gesellschaft im Kriegszustand.

August Diehl, der in dieser Rolle sein Debüt bei den Salzburger Festspielen gibt, zeichnet seinen Friedrich als unberechenbaren bis unzurechnungsfähigen nervenschwachen jungen Mann, der am Ende vor Schreck stirbt, wo er bei Kleist nur in Ohnmacht fällt.

Am Ende des zweieinhalbstündigen Theaterabends spendete das Premierenpublikum anhaltenden, kräftigen Applaus.

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