Martin Walser und der Tod

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Der 85-jährige Martin Walser beneidet Menschen aus seinem Umfeld, die bereits gestorben sind. Bei jeder Sterbensnachricht denke er: "Der hat es geschafft. Ich beneide ihn oder sie", sagte der Schriftsteller dem "Spiegel". "Wie ich es schaffe, kann ich mir immer noch nicht vorstellen. Zum Glück wird man da nicht gefragt", sagte der Autor: "Das sogenannte Sterben bleibt die höchste Unfreiwilligkeit. Es sei denn, man schafft es, selbst daran mitzuwirken". Das wiederum wäre "höchst wünschenswert".

Walsers Verhältnis zum Tod hat sich seinen Worten zufolge mit steigendem Alter nicht verändert: "Der Tod ist, wenn man 30 ist, genauso unvorstellbar wie mit 85. Er ist die absolute Dissonanz. Es gibt keine Vertrautheit mit ihm", sagte er.

Die Frage, ob er an Gott glaube, könne er nicht beantworten. Allerdings halte er viel von Religion. Wenn man sich alles, was die Religionen in die Welt gebracht haben, wegdenken würde, "dann wären wir kulturell in einer Wüste". Die biblische Weihnachtsgeschichte hält er "für die schönste, beste Geschichte, die je von Menschen ersonnen und formuliert wurde".

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