Lesser Urys "Jerusalem" im Kaisertrutz

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Fast 60 Jahre verschollen, 2002 in Berlin wieder aufgetaucht und später nach Görlitz zurückgekehrt - das Ölgemälde "Jerusalem" von Lesser Ury (1861-1931) hat eine Odyssee hinter sich. Im Görlitzer Kaisertrutz bekommt es nun seinen endgültigen Platz. Das Kulturhistorische Museum eröffnet dort am 16. Januar seine Galerie der Moderne. Das Monumentalbild des jüdischen Künstlers werde gleich am Eingang prominent präsentiert, sagte Kurator Kai Wenzel. Im obersten Geschoss des Kaisertrutzes sind künftig rund 200 Werke des 20. und 21. Jahrhunderts ausgestellt, vertreten sind Künstler wie Johannes Wüsten und Otto Modersohn.

Lesser Urys "Jerusalem" kam 1903 als Geschenk in den Bestand des neu gegründeten Kaiser-Friedrich-Museums in Görlitz. Das 1,70 Meter mal 2,85 Meter große Werk war das erste biblische Monumentalbild des Künstlers. Nach dem Zweiten Weltkrieg galt es lange als verschollen. 2002 tauchte es im Kunsthandel wieder auf. Die Stadt Görlitz klagte ihr Eigentum daraufhin vor Gericht ein. Seit 2006 ist das Bild zurück in Görlitz. Seitdem war es nur zeitweise ausgestellt. Mit der Eröffnung der Galerie der Moderne findet der mehrjährige Umbau in den Görlitzer Museumsgebäuden seinen Abschluss.

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