Leon de Winter über islamistischen Terror

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Herr de Winter, Sie schildern in "Ein gutes Herz" einen Terroranschlag auf das Amsterdamer Opernhaus und nennen Politiker bei ihren echten Namen. Wie waren die Reaktionen in den Niederlanden?

Grundsätzlich sehr positiv. Soweit ich das beurteilen kann, wurden die Personen, die ich beschrieben habe, dadurch nicht gekränkt. Sie wissen, dass ich ihre Alter Egos nicht deswegen erfunden habe, um sie zu verletzen. Aber natürlich gibt es trotz allem Leser, die jetzt Angst davor haben, das Opernhaus zu besuchen.

Halten Sie einen Anschlag wie in Ihrem Roman für möglich?

Alles ist denkbar - die meisten Dinge, die man sich vorstellen kann, können wirklich passieren.

Wie beurteilen Sie grundsätzlich die aktuelle Gefahr islamistischer Terroraktionen in Europa?

Wir haben das Glück, dass unsere Geheimdienste gute Arbeit leisten. Sie verhindern etwa 99,9 Prozent der geplanten Anschläge. Ich glaube schon, dass die Bedrohung echt ist.

Und wie war es für Sie, einen jungen Terroristen zu Wort kommen zu lassen?

Ich wollte jede Stimme berücksichtigen. Und sogar den Terroristen konnte ich verstehen, wenngleich ich total ablehne, was er im Roman tut. Aber das Buch konnte nur funktionieren, wenn auch seine Perspektive so ausgereift wie die anderen war.

Interview: Günter Keil

Ein Engel namens van Gogh
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