John Carpenter glaubt nicht an Übernatürliches

Seine Filme lassen das Blut in den Adern gefrieren: US-Regisseur John Carpenter wurde zum Meister des Horror-Genres - mit einfachen Gruseleffekten.

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    Sheryl Lee wird im Film "John Carpenters Vampire" bedroht. Foto: dpa
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    "Es ist alles nur in deinem Kopf", sagt John Carpenter über den Horror.
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In "Halloween - Die Nacht des Grauens" schrie Jamie Lee Curtis wie am Spieß. Bei "The Fog - Nebel des Grauens" sorgten dicke Nebelschwaden für Gänsehaut. Zuletzt schickte US-Regisseur John Carpenter mit "The Ward" (2011) seine Fans in eine gruselige geschlossene Anstalt. Heute feiert der Meister des Horrorfilms seinen 65. Geburtstag.

Seine Filme sind nichts für schwache Nerven, doch der Regisseur hält sich mit blutrünstigen Gemetzeln und herumfliegenden Körperteilen zurück. Seine Handschrift ist subtiler, die Tonkulisse hat große Wirkung. Der Sohn eines Musikprofessors, der im ländlichen Kentucky aufwuchs, spielt selbst viele Instrumente und hat für fast all seine Filme den Soundtrack komponiert.

Sein Handwerk lernte er an der USC Filmschule in Los Angeles. Früh zeigte sich sein Talent, mit wenigen Mitteln große Wirkung zu erzielen. Seinen ersten und einzigen Oscar holte sich der junge Filmstudent 1970 mit dem Kurzfilm "The Resurrection of Bronco Billy". Sein Spielfilmdebüt gab er mit "Dark Star - Finsterer Stern" (1971), eine Science-Fiction-Satire, die Stanley Kubricks "2001 - Odyssee im Weltraum" auf die Schippe nimmt. Nach dem Kult-Thriller "Assault - Anschlag bei Nacht" (1976) schickte er in "Halloween" (1978) einen psychopathischen Killer los. Die damals 20-jährige Jamie Lee Curtis wurde durch ihre durchdringenden Schreie über Nacht als "Scream Queen" berühmt. "Halloween" wurde zum Vorbild für zahlreiche Gruselschocker und Slasher-Filme anderer Regisseure. 1980 brachte Carpenter wieder mit Jamie Lee Curtis den Horror-Hit "The Fog" in die Kinos. Beim Remake des Nebel-Thrillers im Jahr 2005 mischte Carpenter nur als Produzent mit, die Regie übertrug er dem Briten Rupert Wainwright.

Horror ist seine Spezialität, aber auf nur ein Genre ließ sich John Carpenter nicht festlegen. "Die Klapperschlange" (1981) war ein düsteres Endzeitspektakel mit Kurt Russell als Weltenretter. Es war auch der einzige Film, von dem Carpenter selbst eine Fortsetzung drehte, 15 Jahre später mit "Flucht aus L.A.". Die fiel bei den Kritikern allerdings durch.

Mehr Biss hatten seine "Vampire" (1999), ein Mix aus Horror und Wildwest. Als begeisterter Musik-Fan holte er dafür Alice Cooper und Jon Bon Jovi vor die Kamera. Rapper Ice Cube machte er in "Ghosts of Mars" (2001) zum futuristischen Action-Helden. Übrigens: Im wirklichen Leben glaubt der Jubilar nicht an Übernatürliches. "Es ist alles nur in deinem Kopf", sagt er.

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