Interview mit Keno Langbein über Moop Mama.

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Die Brass-HipHop-Truppe Moop Mama ist besonders live ein Ereignis. Am heutigen Mittwoch, 20 Uhr, legen sie sich im Ulmer Roxy ins Zeug. Rapper Keno Langbein spricht über das Album „Live Vol. 1“.

Wie gut lebt es sich als Rapper denn mit der Blasmusik?

Keno: Im Pop sind Bläser, ob als Solisten oder mit Bläsersätzen, oftmals der Turbo-Boost, wenn es laut wird und mehr Action gibt. Wir waren so selbstbewusst auszuprobieren, was man aus diesem Gebläse noch alles herausholen kann, hatten zu Beginn aber schon mit dem volkstümlichen Klischee zu kämpfen.

Dem ist aber längst nicht mehr so.

Zwischenzeitlich gab’s ja auch dank Kollegen wie LaBrassBanda einen richtigen Bläser-Hype, und wir waren ein Teil davon. Daraus ist eine Szene entstanden mit speziellen Festivals, die um das Thema Blasmusik kreisen, und einem Publikum, das tatsächlich sehr offen und aufgeschlossen ist.

Ihr kommt von der Straßenmusik. Wie wichtig ist Euch dieses Gen?

Ob wir nun mit speziellen Fahrrädern auf der Straße unterwegs sind oder andere Straßen-Aktionen starten, Mobilität gehört immer zu uns. Das wollen und müssen wir beibehalten, auch wenn wir inzwischen große Hallen füllen.

Vielen Rappern reicht ja das bewährte „ein MC, ein DJ“. Wie ist es, wenn man eine ganze Musiker-Gang im Rücken hat?

Zunächst einmal ist es im Vergleich zu DJ-Sets, die ich ja immer noch mache, irrsinnig laut und schon deshalb eine Herausforderung. Du musst dich voll in den Soundsumpf werfen, aber in diesem hast du unglaublich viele Freiheiten. Auf der Bühne ist bei uns alles lebendig, beweglich, interaktiv.

Euer erstes Live-Album trägt den Titel „Live Vol.1“. Es bleibt also nicht das einzige?

Es wird auf jeden Fall mehrere Live-Alben geben. Nicht nur mit neuen Songs, sondern auch mit alten in immer neuen Versionen.

Haben Moop Mama besondere Verbindungen mit Ulm?

Wir hatten hier mal eine tolle Verwirrung wegen Kässpätzle, die wir sehr lieben. Die gab’s in Ulm mal beim Catering, und wir haben einen Veganer in der Crew. Der sprach dann eine Wahrheit aus, die man an diesem Spielort noch nicht kannte. Echte Kässpätzle sind nicht vegan. Und kürzlich haben wir wieder in der Ulmer Ecke geprobt. Unser Tubist Peter Laib stammt ja aus Schnürpflingen.

Info Moop Mama spielen heute, Mittwoch, 20 Uhr, im Roxy. Support ist
Roger Rekless.

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