Harry Styles’ Debüt-Album „Harry Styles“: Alle Vorzeichen stehen auf Mega-Über-Hit

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Den Vornamen eines Prinzen und Zauberlehrlings, das Aussehen eines cleanen Johnny Depp, die Produzenten der größten Pop-Stars im Rücken und zehn Jahre Erfahrung als Mitglied einer der jüngst erfolgreichsten Boybands – wenn so einer sein Solo-Debüt aufnimmt, wird das ein Mega-Überflieger-Hitalbum, auf das selbst Helene Fischer bezüglich Internationalität ein wenig neidisch blicken mag. Zudem wurde „Harry Styles“ (Sony/Columbia) von Harry Styles, einem von einst fünf Brit- und MTV- Award-gestählten Sängern und Teenie-Schwärmen von One Direction, ordentlich promotet.

Wenige Tage vor Erscheinen stellte der 23-Jährige seine Songs am New Yorker Rockefeller Center für die NBC-Show „Today“ vor kreischenden, Smartphone-bewehrten Fans vor. Am Tag nach dem Release spielte er sie in London in einem legendären, mit Platz für maximal 600 Leute kleinen Club, dessen Atmosphäre gern als „intim“ bezeichnet wird.

Die vorab veröffentlichte Single „Sign Of The Times“ fand sich zuverlässig wie Posteule Hedwig ganz vorn im Feld – landete laut Plattenfirma in mehr als 80 Ländern auf Platz eins der Charts. An den restlichen neun Stücken schrieb der Sänger aus Redditch in der Grafschaft, aus der auch die berühmte „Wuusterscher“ gesprochene Würzsoße stammt, mehr als ein Jahr lang. Es seien Geschichten, die ihn als Menschen zeigen, so ehrlich wie nie, betont er. Am Sound feilten Spezialisten, die auch Alicia Keys, Eminem, Taylor Swift, Ed Shee­ran, Pink und Florence + The Machine den letzten Schliff geben.

Das konnte also kaum schiefgehen. Tut es auch nicht, denn Harry Styles, beim Casting zu „The X Factor“ einst als Solokünstler noch abgelehnt, hat eine Stimme, die an Elton John heranreicht. Und das Material zwischen Classic Rock und Pop-Ballade ist bis auf wenige Hänger („Only Angel“, „Kiwi“) gut. Im Juli kommt Styles auch noch ins Kino: in Christopher Nolans „Dunkrik“ neben Mark Rylance und Cillian Murphy. Wahnsinn, aber wahr.

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