Gurlitt-Sammlung: Kunstmuseum Bern zögert

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Das Kunstmuseum Bern würde sich bei der Gurlitt-Sammlung in jedem Fall an die Bestimmungen der Washingtoner Erklärung zur Rückgabe von NS-Raubkunst halten. Dies sagte Direktor Matthias Frehner gestern der dpa. Falls man das Erbe antrete, werde jeder Restitutionsanspruch genau geprüft. Der am Dienstag gestorbene Sammler Cornelius Gurlitt hatte überraschend das Schweizer Museum zum Alleinerben seiner Kunstsammlung bestimmt.

Zunächst müsse allerdings der Stiftungsrat des Museums prüfen, ob das Erbe tatsächlich akzeptiert wird, sagte Frehner. Bekanntlich gebe es bei einigen der Bilder den Verdacht, dass es sich um Nazi-Raubkunst handele. "Wir kennen die Sammlung bisher nur bruchstückhaft aus Medienberichten", sagte Frehner. "Wir müssen sie also erst gründlich prüfen, um zu sehen, wie viele bedeutende Kunstwerke der klassischen Moderne wirklich dabei sind."

Die Bilder aus Gurlitts Besitz könnten laut Frehner eines Tages auch in Deutschland ausgestellt werden: Nach einer eigenen Schau mit Werken der Gurlitt-Sammlung wäre das Kunstmuseum Bern zur Ausleihe an Museen in Deutschland und anderen Ländern bereit. Frehner sagte, er habe bereits eine Anfrage aus München.

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